Suppinger bleiben Laichinger Schule treu

Der Ortschaftsrat Suppingen hat sich gegen einen Schulbezirkswechsel ausgesprochen. Wichtigster Grund, die Suppinger Kinder nicht nach Feldstetten zu schicken, sind die zusätzlichen Kosten für einen Busverkehr. Trotz kleiner Klassen wird Laichingen aber an der Grundschule Feldstetten festhalten.

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Die Schülerzahlen in der Grundschule Feldstetten gehen zurück. Die Kinder aus Suppingen werden aber trotzdem weiterhin nach Laichingen an die Grundschule gehen, entschied der Suppinger Ortschaftsrat.  Foto: 

Der Suppinger Ortschaftsrat hat sich Zeit gelassen, um die Sache mit dem Schulbezirk gründlich zu beleuchten: Jetzt entschied er mit einer deutlichen Mehrheit von sechs Stimmen gegen den Vorschlag, dass Suppinger Grundschüler künftig in Feldstetten statt wie bisher in Laichingen unterrichtet werden. Einer der acht Ortschaftsräte enthielt sich der Stimme, ein anderer stimmte für einen Schulbezirkswechsel für Suppinger Kinder.

„Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, betonte Suppingens Ortsvorsteher Bernd Kühnle nach der Ratssitzung vom vergangenen Freitagabend. Schon lange vor der Ratsentscheidung traf man sich mit Eltern und anderen Suppingern, um das Für und Wider des Vorschlags aus Feldstetten abzuwägen. Der Ortschaftsrat dort fände es gut, wenn die sinkenden Schülerzahlen an der Grundschule Feldstetten mit Kindern aus Suppingen ausgeglichen werden könnten. Gegenwärtig habe die Grundschule in Feldstetten zwar noch rund 60 Schüler und für jede Jahrgangsstufe eine eigene Klasse, berichtete Ortsvorsteherin Elisabeth Enderle. In den kommenden Jahren könne sich das aber durchaus ändern, da in der ersten Klasse im neuen Schuljahr nur 14 Kinder eingeschult wurden. Auch jahrgangs-übergreifend mit den Kindern zu arbeiten, habe zwar Vorteile, dennoch sei es dem Ortschaftsrat Feldstetten ein „wichtiges Anliegen“, die Schule mit zusätzlichen Kindern zu stärken. Schnell war allerdings in Suppingen klar, dass vor allem das Einrichten einer neuen direkten Busverbindung zwischen Suppingen und Feldstetten schwierig wird. Gleichzeitig war genau das für viele Eltern und dann auch die Ortschaftsräte ein zentraler Punkt bei ihrer Entscheidung: Sie wollen den Kindern keinen deutlich längeren Schulweg mit Umstieg in Laichingen zumuten. Und ein eigener Bus für die Kinder ist nicht absehbar: „Der Landkreis will nicht zusätzlich für fünf Kinder Geld zahlen, wenn schon andere Busstrecken zu einer Schule angeboten werden“, erläuterte Klaus Kaufmann auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Wenn übers Jahr hinweg ein Bus jeden Tag rund vier Mal fahren müsse, kämen schnell bis zu 15 000 Euro zusammen, schätzt Kaufmann.

Hohe Kosten bei neuem Bus

Nachdem bei einem ersten Treffen einige Suppinger Eltern noch ihr Wohlwollen gegenüber einer Zusammenarbeit mit der Feldstetter Grundschule signalisiert hatten, wurde das bei einem zweiten Termin auch schon etwas differenzierter gesehen: An der Laichinger Grundschule könnten Eltern beispielsweise von einer bereits fest etablierten Kernzeitbetreuung oder der Ganztagsschule profitieren, berichtete Ortsvorsteher Kühnle von der Diskussion. „Letztlich war es aber eine Entscheidung nicht gegen die Feldstetter Schule, sondern für die Suppinger Schüler“, fasste der Ortsvorsteher die Entscheidung mit Blick auf die nötige Busverbindung zusammen.

Für Bürgermeister Kaufmann steht außer Frage, dass die Stadt die Grundschule in Feldstetten auch unterstützt, wenn künftig die Schülerzahlen weiter zurückgehen. „Für uns ist die Grundschule ein integraler Bestandteil von Feldstetten.“

Klassen Die Feldstetter Grundschule hat gegenwärtig rund 60 Kinder. In der ersten Klasse befinden sich aber nur 14, in der zweiten 17 Kinder. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass bald wie in anderen kleinen Grundschulen jahrgangs-übergreifend unterrichtet wird. Die Erich-Kästner-Schule in Laichingen hat 85 Erstklässler eingeschult.

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