Suppingen am Netz der Zukunft

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Das Thema war erst Tage vor der Gemeinderatssitzung bei der Laichinger Stadtverwaltung aufgeschlagen. Bauamtsleiter Günter Hascher fertigte in einer Wochenend-Schicht eine Sitzungsvorlage und Bürgermeister Klaus Kaufmann wählte einen Kniff, um die Sache am Montagabend beraten zu können. Er beendete die öffentliche Gemeinderatssitzung, eröffnete sofort danach eine weitere Sitzung und präsentierte dem etwas überraschten Gemeinderat das Thema „Anbindung der Stadt Laichingen an das landkreisweite Backbone-Datennetz“.

Wie Hascher erläuterte, will das Landratsamt Alb-Donau-Kreis eine Trasse für eine neue Datenleitung von Berghülen nach Heroldstatt ziehen lassen. Diese führt an Suppingen vorbei. Naheliegend sei, den Ort mit anzuschließen und von dort aus irgendwann auch Laichingen und die weiteren Stadtteile. Zwar sei der Ausbaustandard gut, die Übertragungsgeschwindigkeiten seien derzeit völlig ausreichend, sagte Hascher. Doch gehe der Trend zu immer höheren Bandbreiten. „Das ist die Datenautobahn“, sagte Hascher zum Backbone-Netz.

Hoher Zuschuss

Die Kosten betragen 306 881 Euro, es wird mit einer Förderung von bis zu 223 223 Euro gerechnet. So muss Laichingen einen Eigenteil von 83 658 Euro tragen. Bis zum 30. November musste Laichingen eine Rückmeldung ans Landrats­amt geben. „Eine einmalige Chance“, urteilte Werner Scheck, BWV-Stadtrat aus Suppingen. Der Gemeinderat stimmte trotz knapper Kasse zu, zumal später Durchleitungsgebühren eingenommen werden können. jos

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