Stromschläge für Hunde stoßen auf Unverständnis

In der Hundeausbildung sind Elektroreizgeräte verboten, dennoch werden sie eingesetzt. Auf unseren Bericht darüber reagierten Leser empört.

|
Ein Schutzhund muss hart im Nehmen sein. Bei ihrer Ausbildung dürfen aber keine Stromschläge eingesetzt werden, was auf diesem Bild auch nicht der Fall ist.  Foto: 

"Absolut unmöglich! Wer so was macht, kann sein Tier nicht lieben!", schreibt Carmen Birle-Volkmann auf der Facebook-Seite unserer Zeitung. "So was" heißt: Schäferhunde per Funk mit Stromschlägen traktieren, damit sie gehorchen. Laut dem Ulmer Hundeausbilder Oliver Baier ist das eine auch in der Region durchaus verbreitete Methode, um die Tiere zum Gehorsam zu zwingen. Dabei wird Hunden ein Teletakter umgelegt, ein spezielles Halsband, mit dem der Trainer aus der Ferne Elektroschocks auslösen kann. Die Geräte sind in Deutschland verboten, da sie erhebliche Schmerzen verursachen können.

Auf unseren Bericht reagierten viele Leser im Internet mit Unverständnis. Mareike Wolf schreibt: "Hammer, das geht gar nicht! Mit Menschen macht man das ja auch nicht." Cornelia Jemai hat beobachtet, dass Hunde während des Angriffs mit Plastikflaschen geschlagen werden.

Patrick Ziesel hingegen findet: "Ist zwar scheiße, aber wie sonst will man die Hunde wirklich scharf bekommen?" Er ist der Meinung, derart trainierte Hunde dienten eher dazu, beispielsweise in Gefängnissen eingesetzt zu werden. Dem widerspricht der ehemalige Hundeausbilder Christian Fröhlich, der schreibt, auch ihm hätten Besitzer ihre Hunde zum "Hetzen" gebracht: "Diese Tiere liefen in keinem Knast oder abgesperrten Bereich herum, sondern waren zum Teil ,Familientiere." Strom habe er nicht benutzt, doch es gebe genug andere Möglichkeiten, " so ein Tier scharf zu machen." Weil Fröhlich nicht schuld sein wollte, "wenn so ein Tier mal austickt", habe er aufgehört.

Viele Leser sind ganz gegen ein derartiges Training. Martina Pieczyk zum Beispiel: "Wenn wir nicht wollen, dass unsere Hunde Menschen beißen, müssen wir aufhören, ihnen beizubringen, Menschen zu beißen!" Das sieht auch Jule Ferreira-Neto so: "Die sollten gar nicht scharf gemacht werden."

Diskutieren Sie mit uns auf unserer Facebook-Seite

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ende der möglichen Jamaika-Koalition kam für viele Ulmer überraschend

Umfrage: Einige Passanten hätten sich eine Einigung gewünscht, manche finden das Handeln der FDP jedoch konsequent. weiter lesen