Stromleitung: Erbach und Staig üben den Schulterschluss

Staig und Erbach arbeiten zusammen, um geplante 380.000-Volt-Leitung von Amprion zu verhindern.

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Die Interessengemeinschaften in Staig und Dellmensingen gegen die von dem Netzbetreiber Amprion geplante neue Stromleitung an den beiden Gemeinden vorbei, stehen schon in Kontakt. Nun wollen sich auch die politischen Vertreter gegenseitig unterstützen, berichtete Staigs Bürgermeister Martin Jung dem Gemeinderat. Dazu sollen gemeinsam Gutachten bestellt und ein Anwalt eingeschaltet werden. Als Kosten nannte Jung insgesamt 6500 Euro. Da für die Auswirkungen der geplanten 380.000-Volt-Leitung auf Dellmensingen voraussichtlich ein eigenes Gutachten nötig sein wird, sei hier „nicht allzu viel“ einzusparen. Die Anwaltskosten könne man sich aber teilen, meint Jung. Der Staiger Anteil dürfte bei 1500 bis 1700 Euro liegen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorgehen zu. Ein Beschluss im Ortschaftsrat Dellmensingen beziehungsweise dem Erbacher Gemeinderat stehe noch aus. Dellmensingens Ortsvorsteher Reinhard Härle bestätigte auf Anfrage den Willen für eine Zusammenarbeit: „Wir wollen uns gegenseitig stützen.“

Wirkung auf Anwohner prüfen

Kernstück ist aus Staiger Sicht die Prüfung der Dienstbarkeitsverträge mit den Grundstückbesitzern, die von der Stromleitung betroffen wären. Ein Exemplar liegt der Verwaltung vor, teilte Jung mit. „Den Hebel ansetzen“ möchte er an der Formulierung, dass der Vertrag den Betrieb „einer Stromleitung“ erlaube. Die Frage sei, ob damit die gesamte Trasse abgedeckt ist oder nur eine Leitung. Und eine sei bereits auf einer Traverse der Masten installiert. Die 380 000-Volt-Leitung auf der bislang leeren Seite wäre dann nicht möglich, meinte der Bürgermeister. Diese Frage soll ein Anwalt klären. Gutachten und rechtliche Beurteilung sollen in die Stellungnahme der Gemeinde einfließen. Vor allem vom Gutachten über die Auswirkungen magnetischer und elektrischer Felder auf die Anwohner verspricht sich Jung gute Argumente: „Die Politik will nur zustimmen, wenn die Bevölkerung nicht gefährdet ist.“

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