Stellplätze als Gefahr für Radfahrer

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Aufgrund der beengten Verhältnisse rund ums Wohngebäude „Riedheimer Straße 3/1“ hat die Langenauer Verwaltung Stellplätze direkt am Gehweg geplant. Ein Vorhaben, das auf Widerstand im Rat stieß. Weshalb Bürgermeister Daniel Salemi die Abstimmung verschob.

Was war passiert? Rudolf Dick vom Bauamt hatte die Pläne für die Außenanlagen vorgestellt. Für jenes Gebäude, in dem im Erdgeschoss bereits vier Flüchtlingsfamilien leben, während im ersten und zweiten Stock Wohnungen vorhanden sind. Zwölf je 2,50 Meter breite Pkw-Stellplätze sollen neben und zwei vor dem Gebäude entstehen. 14 Plätze seien baurechtlich vorgeschrieben, sagte Dick. Vorgesehen sind zudem zwei Fahrrad-Unterstände, Papier-Container, abschließbare Müllboxen, eine kleine Spielfläche im Eingangsbereich sowie ein Zaun fast um das ganze Areal.

Keinen Präzedenzfall schaffen

Stellplätze direkt am Gehweg, der als Radweg genutzt wird, seien gefährlich, kritisierte Heinrich Buck (GUL). Da seien Unfälle mit herausfahrenden Autos programmiert. „Das geht nicht. Einem Privatmann würden wir das nicht genehmigen.“ Für ein städtisches Gebäude solle man keine Ausnahme machen. Ähnlich äußerte sich Renate Maier-Tayblum (GUL): „Die Situation ist grenzwertig. Ich radel da selber vorbei.“

Salemi gab zu, dass „Sicherheitsbedenken nicht von der Hand zu weisen“ seien. Er will „eine zweite Variante“ ausarbeiten lassen. Ob der Platz ausreicht für Rainer Hinkelmanns (SPD) Vorschlag, Stellplätze schräg anzuordnen, ist fraglich. Alternativ könnte der große Fahrradunterstand hinterm Haus aufgestellt werden. Dabei spricht aber das Landratsamt mit, das diesen Bereich für die angrenzende Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber (Riedheimer Straße 3) gemietet hat. Die Parkplätze finanziell abzulösen, kommt laut Salemi nicht in Frage. Dies schaffe, wie Heinrich Weber (CDU) befürchtet, „einen Präzedenzfall“.

Kritik gab es auch an den Kosten für Müllboxen. 14 000 Euro – das sei „sehr vornehm“, kritisierte Rainer Hinkelmann (SPD). Helga Mack (CDU) assistierte: „Die Gewichtung gefällt mir auch nicht.“ Weil für Spielgeräte „nur 6000 Euro“ vorgesehen seien. Auch in der Hinsicht will Salemi die „Hausaufgaben machen“.

Wichtig seien abschließbare Müllboxen, sagte Integrationsbeauftragter Martin Bonz. Ansonsten drohten Zustände wie in der Gemeinschaftsunterkunft. Laut Leonhard Kraus (FWG) existiert dort „ein massives Müllproblem“.

Die Verwaltung schätzt die Gesamtkosten für die Außenanlage mit Pflaster- und Grünflächen auf 93 000 Euro.

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