Bürgermeister Franko Kopp: Startschuss zur dritte Runde

Franko Kopp ist als Nellinger Bürgermeister für die nächste Amtsperiode verpflichtet worden. Einige Aufgaben stehen in den kommenden Jahren an.

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Nellingens alter und neuer Schultes Franko Kopp legt den Amtseid ab und wird von Werner Staudenmaier (links) vereidigt.  Foto: 

Die Nellinger Festhalle ist am Dienstagabend kurzerhand in eine „Gemeindearena“ umfunktioniert worden, damit der „Dompteur Franko Kopp eine tolle Vorstellung“ geben kann. Den bildhaften Vergleich benutzte Werner Staudenmaier bei der Begrüßung zu einer „besonderen Gemeinderatssitzung“.   Der stellvertretende Bürgermeister nahm vor rund 80 Gästen die Verpflichtung Kopps für dessen dritte Amtsperiode vor  und machte keinen Hehl daraus, dass Nellingen mit dem Schultes „einen guten Fang gemacht hat“. Staudenmaier ging in seiner Rede auf die Wiederwahl Kopps am 23. Juli ein. Damals erhielt der Amtsinhaber als alleiniger Bewerber 98 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von knapp 46 Prozent – aus dieser Zustimmung „nehmen Sie den Rückenwind für ihre kommende Arbeit“, sagte Staudenmaier und blickte zurück auf die wichtigsten Vorhaben der vergangenen 16 Jahre, darunter den Bau der Sporthalle, das erfolgreiche Landessanierungsprogramm und die Sanierung der Festhalle.  Insgesamt hat die Gemeinde seit 2001 über 25 Millionen Euro investiert und ist seit 2009 sogar schuldenfrei.

Bei allen Erfolgsmeldungen verschwieg Staudenmaier nicht das „Problem“, das 2011 die Gemeinde in zwei Lagen spaltete: der geplante Bau einer Daimler-Teststrecke. Angesichts des enormen Flächenverbrauchs von 560 Hektar am jetzigen Standort bei Immendingen, müsse man über die Absage des Autobauers froh sein. Und auch darüber, „dass bei uns der Dorffriede wieder eingekehrt ist“.

Nach seiner Vereidigung ging Bürgermeister Franko Kopp auf die wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre ein. Er nannte dabei den Breitbandausbau, die Ausweisung von Wohnraum und Gewerbeflächen sowie die Innenortsentwicklung. Für Letzteres wolle man wieder in das Landessanierungsprogramm kommen. Um aber Wohnraum in der Ortsmitte zu schaffen, müsse endlich der Bestandsschutz für längst aufgegebene Stallungen fallen. Hierbei hofft Kopp auf eine Änderung der Landesbauordnung. Ein Anliegen ist dem Schultes zudem der erbärmliche Zustand der Merklinger- und Aicher Straße, die durch den zunehmenden Lastwagenverkehr in Mitleidenschaft gezogen werden. „Ein weiteres Zukunftsthema wird auch eine mögliche Ortsumgehung sein.“

Zum Schluss nahm Kopp die Gelegenheit wahr, Danke zu sagen – an die Gemeinde- und Ortschaftsräte, an seinen langjährigen Stellvertreter und Ehrenbürger Willi Singerer sowie an seine beiden jetzigen Stellvertreter Werner Staudenmaier und Herbert Bühler. Kopps Dank galt auch allen Mitarbeitern, den Nellinger Bürgern und seiner Frau Monika.

Aus Ulm war Landrat Heiner Scheffold angereist, um für Kopp den Startschuss in „die Runde drei“ zu geben. Scheffold beschrieb Kopp als „zielstrebigen und engagierten“ Bürgermeister und als „Anwalt des ländlichen Raumes“. Durch die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre trage vieles in Nellingen Kopps Handschrift. „Der Kurs stimmt bei Ihnen.“  Ebenfalls ein Grußwort richtete Hans Hagmeyer aus Aichen an den alten und neuen Bürgermeister.  Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende wünschte seinem Parteikollegen Kopp „Gesundheit, Glück, Erfolg und Gottes Segen.“

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