Stadt Laichingen spart dank weniger Einsätze kräftig beim Winterdienst

Auch wenn es eine heftige Frostperiode gab: Der Winterdienst kommt die Stadt Laichingen in diesem Jahr billig. Rund 70 000 Euro sind im Haushalt eingeplant statt 100 000, wie sonst üblich.

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Gestern war der metereologische Frühlingsanfang. Und das Wetter hielt sich daran: Frühlingshaft-warme Temperaturen ließen bei strahlendem Sonnenschein am Mittag die ersten Cafébesitzer schon Stühle und Tische rausstellen. Der Winter dürfte sich damit für dieses Jahr verabschiedet haben. "Der März ist, was Schnee und Eis angeht, der schwächste Wintermonat", betont der Laichinger Bauamtsleiter Günter Hascher. Überhaupt war es ein milder Winter, auch wenn es eine heftige Frostperiode mit happingen Minusgraden gab. "Wir hatten nur fünf oder sechs Einsätze, an denen wir räumen und streuen mussten", sagt Hascher, als Leiter des Bauamts auch zuständig für den städtischen Bauhof. Und dieser wiederum sorgt mit seinen 14 Mitarbeitern und insgesamt sieben Privatunternehmern dafür, dass die Verkehrsteilnehmer relativ sicher auf den Straßen unterwegs sein konnten. Unter den Privatunternehmen sind Landwirte, aber auch örtliche Firmen, die fürs Räumen bezahlt werden, wie Hascher sagt.

"Unser Winterdienst dauert von 1. November bis zum 31. März", erläutert Hascher. In dieser Zeit gibt es täglich einen Notdienst, der um 3.30 Uhr morgens schaut, ob Mitarbeiter alarmiert werden müssen. Sei es, damit sie Salz auf die glatten Straße verteilen, sei es, um Straßen vom Schnee zu befreien. Oder eben beides. "Das Räumen kommt uns deutlich teurer als streuen", sagt der Bauamtsleiter. Weil es zeit- und arbeitsintensiver ist. Hascher versichert aber, dass auch über den 31. März hinaus geräumt würde, sollte es wider Erwarten doch noch Schee geben. "Das weiß man im allgemeinen im Voraus."

Der Bauamtsleiter rechnet im Normalfall mit durchschnittlichen Kosten von 20 000 Euro für den Winterdienst pro Monat. Bei angenommenen fünf Wintermonaten macht dies 100 000 Euro. Doch im laufenden Haushalt hat Kämmerer Jürgen Oettinger nur 70 000 Euro eingeplant. Weil da schon klar war, dass es ein billiger Winter für die Stadt werden wird. Dies gelte vor allem für die Kosten fürs Räumen, sagt der Bauamtsleiter.

Doch das schlägt sich auch beim Salzverbrauch nieder, der unter der sonst üblichen Menge liegen wird. 190 Tonnen wurden seit November auf den Straßen verstreut, der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 200 bis 230 Tonnen. Gelagert wird das Salzgemisch auf dem Gelände des Bauhofs in einem Tank, der 25 Tonnen fasst.

Die Stadt ist im Winter für sämtliche Straße innerhalb des Stadtgebiets und der drei Ortsteile Feldstetten, Machtolsheim und Suppingen zuständig, also auch für klassifizierte Straßen des Bundes oder Landes. "Dies besagt das Gesetz des Landes zur Räum- und Streuplicht der Kommunen", erläutert Hascher. So müssen insgesamt 92 Straßenkilometer betreut werden. Dazu kommen 71 Kilometer Feldwege und weitere 17 Kilometer Wege für die Fußgänger.

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