Laichingen: Sprecherrat der Jugendlichen

Der Jugendbeirat der Stadt Laichingen hat eine Geschäftsordnung beschlossen. Kontinuität sei wichtig, ist ein Grundgedanke.

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Die Bücherei soll auch nach Ansicht des Jugendbeirats im Stadtzentrum bleiben und nicht in eine geplante Mensa integriert werden.  Foto: 

Der neu geschaffene Jugendbeirat hat mit seinen 16 Mitgliedern mittlerweile seine Geschäftsordnung aufgestellt und dieser entsprechend seine Funktionäre gewählt: den sechsköpfigen Sprecherrat, der als Bindeglied zwischen Jugendbeirat und Gemeinderat fungiert; aus diesen Reihen den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter, einen Finanzvorstand. Ein Schriftführer zur Protokollierung der Sitzungen wird aus den Reihen des Gesamtjugendbeirats gewählt. Bei der Erstellung ihrer Geschäftsordnung haben die jungen Leute den Blick sehr genau auf die Amts- und Mitgliedsdauer gerichtet, weil sich sich die Situationen in dieser Phase des Lebens oft verändern.

Damit dennoch eine gewisse Kontinuität in der Arbeit des Sprecherrats erreicht werden kann, dauert die Amtszeit der ehrenamtlich agierenden Jugendlichen ein Jahr, eine Wiederwahl ist möglich. Ebenso wurde die Mitgliedschaft im Jugendbeirat auf mindestens ein Jahr festgelegt. Sie verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr. Ein Austritt aus dem Beirat muss spätestens sechs Wochen vor Ende dieses Jahres beim Vorsitzenden oder der Geschäftsstelle, die im Rathaus bei Andrea Moll-Hascher eingerichtet ist, angekündigt werden. Im übrigen sind die vom Vorsitzenden anberaumten Sitzungen öffentlich.

Sitzungen sind Pflicht

Obendrein haben sich die Jugendlichen in ihrer Geschäftsordnung verpflichtet, an den Sitzungen teilzunehmen. Wer dreimal unentschuldigt fehlt, liefere dem Rat die „entsprechende Begründung für ein Ausschlussverfahren“, heißt es in der Geschäftsordnung. Nur wenn zwei Drittel der anwesenden Amtsinhaber dafür stimmen, ist ein Ausschluss möglich. In der Geschäftsordnung wurde jedoch noch ein Türchen für einmal ausgeschlossene Mitglieder offen gelassen.

Der Sprecherrat stellte sich am Montag dem Gemeinderat vor. Auf Bürgermeister Klaus Kaufmanns Frage, was denn seine Motivation sei, im Jugendbeirat aktiv zu sein, sagte Vorsitzender Yannik  Schrade: „Ich will diese Chance, mich politisch zu engagieren, nutzen und für die Jugend das Beste herausholen.“ Sein  Stellvertreter Johannes Betz gab an, erste Prioriät des Jugendbeirats sei es, eine solide Basis für die künftigen Jugendbeiräte und deren Aufgaben aufzubauen. Andrea Moll-Hascher, die den Jugendbeirat unterstützt, informierte das Gremium, dass der Beirat mittlerweile drei Arbeitskreise zu den Themen Flächengestaltung der Stadt, Jugendhaus und Öffentlichkeitsarbeit gegründet habe.

Erstmals nahm der Beirat sein Recht auf Anhörung im Gemeinderat in eben dieser Ratssitzung wahr und gab auf Basis der Entwicklungsstudie Schulstandort eine Stellungnahme ab. Der Beirat votierte für einen Neubau der EKS, da „die Instandhaltungskosten auf lange Sicht eine zu große Belastung für die Stadt sind“. Der Überlegung, die Stadtbücherei in einer Campusmensa auf dem Schulgelände unterzubringen, erteilte der Beirat eine klare Abfuhr: „Die soll im Zentrum und für alle erreichbar bleiben, nicht nur für Schüler“, heißt es unter anderem  in der Stellungnahme des Jugendbeirats.

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