SPITZEN UND NOTIZEN vom 5. Oktober 2013

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Tatort Hörvelsingen

Wasserdiebe aus dem Allgäu in Hörvelsingen? Ein entsprechendes Gerücht hat in dem Langenauer Teilort wohl die Runde gemacht. Demnach sind an der für Einwohner Hörvelsingens reservierten Gießwasser-Entnahmestelle an der Herwigstraße immer wieder Fahrzeuge mit Oberallgäuer Kennzeichen (OA-. . .) gesichtet worden. Die Insassen hätten Bottiche mit Hörvelsinger Wasser gefüllt und sich aus dem Staub gemacht. Um daheim Almwiesen zu wässern oder den Grüntensee aufzufüllen? Hirnrissig, wider jegliche Vernunft, sagte Ortschaftsrat Achim Barth in der jüngten Sitzung des Gremiums. Des Rätsels Löung: Hörvelsinger, die ihren Geschäftswagen auch privat und als Wasserbottichtransporter benutzen dürfen.

Tatort Wertstoffhof

Nötigung im Recyclinghof? Entsprechende Berichte sind der Langenauer Stadträtin Gaby Buck (FWG) zugetragen worden. Demnach sollen Kinder oder Jugendliche auf dem Recyclinghof "In den Lindeschen" die Anlieferer von Wertstoffen bedrängt haben, sich beim Sortieren des Materials helfen zu lassen. Allerdings nur gegen Bares, um ihr Taschengeld aufzubessern. Ein derartiges Vorgehen könne nicht akzeptiert werden, stellte die Stadträtin, von Beruf Richterin, in der jüngsten Gemeinderatssitzung fest. Zumal damit ähnliche, von der Stadt genehmigte Schüler-Aktionen zur Finanzierung von Schullandheim-Aufenthalten im Misskredit gebracht würden. Das könne die Stadt nicht auf sich beruhen lassen, pflichtete Beigeordneter Christoph Schreijäg bei: "Wir werden dem nachgehen und für Abhilfe sorgen."

Tatort Bahnhof

Diebstahl am Bahnhof? Jedenfalls fehlt am Langenauer Bahnhof das Schild mit der offiziellen Angabe der Höhenlage des Orts über Normalnull. Stadträtin Edda Edel (FWG) machte kürzlich im Gemeinderat auf den Verlust aufmerksam und weckte damit den Detektiv in Bürgermeister Wolfgang Mangold: "Wir nehmen die Ermittlungen auf." Die dürften ziemlich schwierig werden, denn laut Stadtrat Herbert Böhm (SPD) fehlt die Zahlen-Tafel nicht erst seit gestern: " Als die Umbauten des Bahnhofs begannen, war das Schild schon weg." Zur Erinnerung: Die Sanierung lief im Frühjahr 2010 an. Vielleicht hilft folgender Hinweis: Auf dem gesuchten Schild müssten die Ziffern 4, 6 und 1 zu lesen sein.

Tatort Offenbach

Wettervorhersage immer genauer? Das jedenfalls ist das erklärte Ziel des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Der ist gerade dabei, sein Radar-Netz enger zu knüpfen. So ist am Mittwoch in Steinheim bei Memmingen eine neue Station offiziell in Betrieb genommen worden. Der Turm ist 60 Meter hoch, die Antenne mit einem Durchmesser von 4,32 Metern soll einen 150-Kilometer-Radius abdecken. Kostenpunkt: knapp 2,3 Millionen Euro. Insgesamt 30 Millionen Euro investiert der DWD nach eigenen Angaben bis Ende 2014 in seine 17 Radarstationen in Deutschland. Dann sollen so viele Daten zur Verfügung stehen, dass die Meteorologen genau sagen können, wann und wo es wieviel regnet, ob Hagel dabei ist oder mit Schneeflocken zu rechnen ist. Trotz dieser technischen Offensive setzt der DWD auch auf menschliche Beobachtungsgabe. Fast 1300 so genannte phänologische Beobachtungsstellen beliefern den Wetterdienst. Eine davon betreibt Günter Wimmer aus Munderkingen. Seit 50 Jahren hält er fest, wann die Haselsträucher austreiben und wann die ersten Blätter fallen. Als phänologicher Sofortmelder teilt er dem DWD mit, wann der Roggen stäubt und der Raps blüht. Damit unterstützt Wimmer den Wetterdienst zum Beispiel beim Erstellen der Pollenflugvorhersage. Für seine Ausdauer bei der Beobachtung der Natur wird der 74-Jährige jetzt mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet. Zur Verleihung am kommenden Montag schickt der Wetterdienst Michael Gutwein von der Niederlassung in Stuttgart nach Munderkingen. Welches Wetter ihn dort erwartet, lässt sich anhand der Karte seines Arbeitgebers nur schwer sagen. Südlich der Alb kennt der DWD nur Konstanz.

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