Seiffert warnt vor Folgekosten für Alb-Bahnhalt in Merklingen

Landrat Heinz Seiffert ist von der Idee eines Bahnhalts in Merklingen nicht begeistert. Dieser sei für den Nahverkehr zwar sehr wünschenswert, doch er würde erhebliche Auswirkungen auf die Kreisfinanzen haben. Das betonte er in der konstituierenden Sitzung des Alb-Donau-Kreistags.

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Landrat Heinz Seiffert hat sich bislang noch nie besonders euphorisch über einen Bahnhalt in Merklingen geäußert. Ein solcher Regionalhalt auf der Alb sei für den Nahverkehr zwar sehr wünschenswert, doch warnte der Landrat immer wieder vor den Kosten. Das tat er erneut in der konstituierenden Sitzung des Alb-Donau-Kreistags am Montag, als er auf die Fortschreibung des Nahverkehrsplans zu sprechen kam. "Der so intensiv gewünschte Halt auf der Laichinger Alb" würde erhebliche Auswirkungen auf die Kreisfinanzen haben. "Ich sag heute nur eins: Wenn der Kreistag in diesem Bereich die Schleusen öffnet und allen Wünschen nachgibt, dann wird sich das direkt auf die Kreisumlage auswirken." Er sei sicher, dass diese dann für die 55 Kommunen im Kreis nicht nur um "halbe Prozentpunkte" höher wird. "Dann geht es dauerhaft zur Sache."

Wie berichtet, hatte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) vor rund zwei Wochen bei einem Gespräch mit den Bürgermeistern der Laichinger Alb und Landrat Seiffert deutlich gemacht, dass die Landesregierung zwar grundsätzlich bereit sei, einen Bahnhalt in Merklingen zu fördern. Allerdings müsse die Region einen "nennenswerten finanziellen Beitrag" leisten.

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