Sechs Kapellen auf einem Fleck

240 Musiker aus sechs Kapellen auf einem Fleck. Das kann man beim Musikertreffen „Rund um den Römerstein“ erleben. Dieses Mal in Feldstetten.

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240 Musikerinner und Musiker marschieren Richtung Marktplatz.  Foto: 

„Glück ist wie Musik, man ist nie allein.“ Mit diesem Zitat von Heidi Artinger eröffnete Feldstettens Ortsvorsteherin Elisabeth Enderle am Wochenende den zweitägigen Marktplatzhock, der dieses Jahr noch mehr Gäste anlockte als sonst. Kein Wunder. Heuer fand in diesem Laichinger Ortsteil parallel dazu das Musikertreffen „Rund um den Römerstein“ statt.

Nicht nur die gastgebende Kapelle, sondern auch die befreundeten Musiker aus Sontheim, Donnstetten, Gutenberg, Hülben und Westerheim formierten sich unter der großen Linde neben dem ehemaligen Wirtshaus Rössle zu einem großen Orchester. Die Musiker  aus Zainingen fehlten dieses Mal. Sie feierten zuhause ihr 90-jähriges Bestehen.

Johannes Bäumler, Vorsitzender des Musikvereins Feldstetten, erinnerte in seinem Grußwort, dass sein Verein in der 49-jährigen Geschichte des Musikertreffens bereits zum siebten Mal dieses Event austragen durfte. 2008 war Feldstetten zum letzten Mal an der Reihe. Ganz bewusst habe man den Termin des Marktplatzhocks gewählt, um das Musikertreffen „in einem besonderen Rahmen präsentieren zu können“. Bereits am Nachmittag hatten die Jugendkappellen der einzelnen Vereine eindrucksvoll, erst alle zusammen, dann einzeln hintereinander, gezeigt, dass man sich um den Fortbestand der Kapellen keine Sorgen machen muss.

Wolfgang Hörrle, der Dirigent der gastgebenden Kapelle, hatte die Ehre, das Riesenorchester zu leiten. Gemeinsam intonierten die 240 Musiker den „Gruß an Böhmen“, die „Schwaben-Hymne“ und „Wir Musikanten“. Mit „In Harmonie vereint“ marschierten sie dann gemeinsam Richtung Marktplatz, wo die Kapellen mit einem Riesenapplaus empfangen wurden.

Auch in diesem Jahr war fast das halbe Dorf auf den Beinen, um den Gästen ein paar schöne Stunden auf dem Marktplatz unter den Schatten spendenden Linden- und Ahornbäumen zu bieten. Man muss wissen, dass sich alle Vereine im rund 1200 Einwohner zählenden Flecken an diesem Hock beteiligen. Im Einzelnen sind das der Musik-, der Sport-, der Alb-, der Heimat-, der Frauen- sowie der Förderverein Grundschule. Nicht zu vergessen Männer der Feuerwehr, die ebenfalls kräftig mit anpacken.

Am Sonntagmorgen zelebrierte Pfarrer Philipp Geißler einen Gottesdienst unter freiem Himmel, bevor der Musikverein aus Oberdischingen zum Frühschoppen aufspielte. Nachmittags sorgten dann die Musiker aus Seißen für gute Unterhaltung, bevor noch einmal der gastgebende Musikverein auf die Bühne kam und den Festausklang übernahm.

46 Frauen und vier Männern waren für die knapp 1000 Brotlaibe verantwortlich, die an drei Tagen von früh morgens bis zum späten Abend im Backhaus frisch zubereitet wurden. Natürlich waren die berühmten Kümmichplätze und der besonders leckere Rahmkuchen ebenfalls wieder sehr gefragt. Bereits am Freitagnachmittag, also 24 Stunden vor dem offiziellen Festbeginn, standen die ersten Käufer am Backhaus an, um etwas Ofenfrisches zu ergattern.

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