Schulbildung als Schlüssel

Seit 2013 gibt es die Gemeinschaftsschule im Illertal. Doch wie sind die Erfahrungen? Kultusminister Andreas Stoch wollte es genau und kam mit mit dem SPD-Landtagskandidaten Martin Rivoir.

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Es ist Wahlkampf in Baden-Württemberg. Und dass dieser langsam aber sicher in die heiße Phase geht, lässt sich nicht nur an den vermehrt hängenden, bunten Parteiplakaten entlang der Straßen fest machen, sondern auch an der steigenden Besuchszahl führender Politiker wie Kultusminister Andreas Stoch in der Region.

Letzterer war mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Martin Rivoir zu Gast bei der Dietenheimer Firma Semler, um sich dort mit den örtlichen Schulrektoren, Vertretern der Stadt sowie Firmeninhaber und Kreishandwerksmeister Max Semler über die Entwicklung der Gemeinschaftsschule in Dietenheim auszutauschen. Die Rektoren Heidi Kleck (Grundschule) und Holger Hellendrung (Gemeinschaftsschule) bestätigten dabei, dass das neue Konzept sowohl bei Schülern als auch Eltern gut ankomme.

Und auch die Erfahrungen mit der Ganztagesbetreuung in der Grundschule seien positiv, so die beiden Schulleiter weiter, lediglich die zeitlichen Herausforderungen würden Lehrer und Aufsichtspersonal manchmal an die persönlichen Grenzen bringen. Der Minister stellte darauf in Aussicht, dass bei einem Verbleib der SPD in der Landesregierung die Ganztagesbetreuung weiter ausgebaut werde, um einen nahtlosen Übergang von der frühkindlichen Betreuung in Kindertagesstätten in die Schule zu gewährleisten. Weiter wies Andreas Stoch darauf hin, dass dank der Gemeinschaftsschulen auch kleinere Schulstandorte wie Dietenheim gesichert seien - meist sogar mit Abschlussmöglichkeit der mittleren Reife. Gastgeber Max Semler pflichtete dem bei, da eine standortnahe Schulausbildung wichtig sei, um den Schülern kurze Schulwege und den Bezug zu Unternehmen in der Region für eine spätere Ausbildung zu ermöglichen. Das gleiche gelte für berufliche Schulen, appellierte Semler an Stoch, denn vor allem Handwerksbetriebe bekämen nur Lehrlinge, wenn auch die Berufsschule gut erreichbar wäre.

Abschließend berichtete Max Semler, dass er neben vielen Auszubildenden derzeit auch einen Flüchtling aus Eritrea als Praktikant beschäftige - die Vermittlung lief über die Handwerkskammer Ulm. Kultusminister Stoch lobte das Engagement Semlers und machte sich danach auf den Weg zur nächsten Wahlkampfstation. Martin Rivoir blieb in Dietenheim und stellte sich abends in der TSV-Gaststätte Wopertinger noch den Fragen interessierter Bürger. Neben der Bildung als Schlüssel für die Zukunft legte der SPD-Landtagskandidat auch seine Standpunkte zu den Themen Finanzen, Flüchtlingspolitik, Verkehr und den Themen Sicherheit und Polizei dar.

In allen Bereichen habe Grün-Rot in den letzten fünf Jahren dank eines offenen und liberalen Regierungsstils viel erreicht, so Rivoir, weshalb er hoffe, dass die jetzige Koalition auch in den nächsten fünf Jahren regieren werde. Die Hauptaufgaben der kommenden Legislaturperiode sieht Rivoir dabei in der Konsolidierung der Schulreform, der Stärkung des Polizei- und Sicherheitsapparates sowie der Bewältigung der Flüchtlingskrise - aber auch die Förderung von Städtebauprogrammen sowie der Ausbau von Rad- und Schienenwege stehen für den in Ulm lebenden SPD-Politiker hoch im Kurs.

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