Schulanfang: Klassen im Alb-Donau-Kreis werden zusammengelegt

Auch im Alb-Donau-Kreis herrscht Lehrermangel. Damit der Unterricht überall stattfinden kann, werden einige Klassen größer.

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Achim Schwarz, stellvertretender Schulamtsleiter.  Foto: 

An einigen Schulen in der Region wird es am ersten Schultag keine genauen Stundenpläne geben. Denn auch nach Schulbeginn müssen noch Klassen zusammengelegt werden, um mit weniger Lehrern auszukommen. Mit dieser Maßnahme reagiert das Staatliche Schulamt Biberach auf den Lehrermangel.

„Das ist eine Steuerungsmöglichkeit, die wir nutzen, um die Schulen in den nächsten Monaten handlungsfähig zu halten“, erklärt Achim Schwarz, stellvertretender Leiter des Amts, das für Ulm, den Kreis Biberach sowie den Alb-Donau-Kreis zuständig ist. Betroffen sind alle Regionen: Städte und ländliche Gebiete. „Wobei es im Alb-Donau-Kreis noch größere Reserven gibt“, sagt Ulrike Rauschenberger, Leiterin des Bereichs Unterrichtsversorgung und Bedarfsplanung.

Konkret wird der Klassenteiler angehoben. Normalerweise werden Klassen in Grund- und Gemeinschaftsschulen bei mehr als 28 Kindern geteilt, nun können bis zu 30 Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Bei weiterführenden Schulen wird der Klassenteiler von 30 auf 32 aufgestockt.

Wie viele Schulen die Maßnahme konkret trifft, ist schwer zu sagen. Eine Berechnung vom Anfang der Ferien ergab 60 Klassen, die betroffen sein könnten, erklärt Rauschenberger. „In den Ferien gibt es aber noch viel Bewegung.“ Deshalb warte man mit der konkreten Planung bis zum Schulbeginn in der kommenden Woche. Bis zum 18. September möchte das Amt den Schulen mitteilen, welche Klassen gebildet werden können – das wird im Einzelfall intensiv geprüft. Werden dadurch Lehrer frei, werden sie an die Reserve für Krankheitsvertretungen gemeldet. Sie müssen dann bei Bedarf eine andere Schule unterstützen. „Diese Abordnung ist längstens auf ein Jahr angelegt“, sagt Schwarz.

Aber wie viele Lehrer fehlen genau? Das Amt kann keine Zahlen nennen: „Das verändert sich ständig“, sagt Rauschenberger. In den meisten Schulen sei der Pflichtunterricht aber sichergestellt – nur wenn ein Lehrer krank wird oder in Elternzeit geht, wird es eng. Im Schulamtsbezirk verabschiedeten sich in diesem Jahr 176 Lehrer in den Ruhestand. Eingestellt wurden 154 neue Kollegen – 69 im Alb-Donau-Kreis.

Und auch im Schulamt gab es personelle Änderungen: Die Stelle des Amtsleiters ist seit Januar unbesetzt, das Besetzungsverfahren ruht. Schwarz leitet das Amt als Stellvertreter.

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