Schüleraustausch in Laichingen

Gäste aus Tschechien musizieren gemeinsam mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium.

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Bürgermeister Klaus Kaufmann hat die Gäste aus Tschechien und deren Gastgeber im Rathaus empfangen.  Foto: 

26 tschechische Schüler weilen für drei Tage in Laichingen. Die Austauschschüler aus Unicov besuchen das Albert-Schweitzer-Gymnasium zum dritten Mal, im Gegenzug werden die Laichinger Schüler nächstes Jahr nach Tschechien reisen. Bei diesen Austauschen sind mittlerweile recht enge Kontakte geknüpft worden, die auch außerhalb der gemeinsamen Zeiten gehalten werden, sagt Tatjana Bräkow-Killius. Die Lehrerin am ASG ist federführend für den Austausch zuständig. Weil beide Schulen ein musikalisches Angebot bereitstellen, münden diese Schüleraustausche jedes Mal in einem Konzert. Dabei musizieren das Orchester am Laichinger Gymnasium sowie dessen Schulband und ebenso das Schulorchester aus Unicov.

Für den ASG-Schüler Etienne ist dies die erste Begegnung mit den tschechischen Schülern. Der Klarinettist freut sich vor allem auf das Erlebnis am Konzertabend, wenn beide Orchester gemeinsam auf der Bühne sind. „Das stelle ich mir toll vor.“ Was das gemeinsame Musizieren anbelangt, sind Hugo und Jakub aus Unicov schon „alte Hasen“. Sie freuen sich jedes Mal auf das Zusammentreffen der Schulmusiker. Jakub, ebenfalls Klarinettist, findet es immer wieder spannend, wenn seine deutschen Kollegen mit der Klarinette aufspielen. Während hier das böhm‘sche Griffsystem fest integriert ist, bläst er noch auf einem Instrument mit den ursprünglichen Griffen. Das ist auch der osteuropäischen Volksmusik geschuldet. „Ich lerne immer wieder Neues und freue mich schon auf die Gespräche mit meinen deutschen Orchesterkollegen“, sagt Jakub. Hugo, der die Bassklarinette spielt, geht es insbesondere um die Musik. „Die ist universell und verbindet uns Schüler und die Nationen.“

Für Tatjana Bräkow-Killius steht die Orchestererfahrung im Vordergrund. Am Konzertabend werden beide Orchester getrennt ihre Programme spielen und als Höhepunkt mit einem Werk gemeinsam musizieren. „Für die jungen Musiker ist es immer ein Ansporn, ein anderes Orchester zu erleben.“ Sie schwärmt von den jungen Musikern aus Unicov, die mit „großer Selbstsicherheit“ aufspielen und viele sehr gute Solisten in ihren Reihen haben. „Andererseits stehen wir mit unseren sinfonischen Werken hoch im Ansehen bei unseren tschechischen Kollegen.“

Zeit für Aktivitäten

Freilich geht es beim Austausch nicht ausschließlich um Musik.  Laichingen und die Region kennenzulernen und Zeit für gemeinsame Aktivitäten zu haben sind weitere Aspekte. Bürgermeister Klaus Kaufmann stellte den jungen Leuten gestern Vormittag beim Empfang im Alten Rathaus Laichingen mit seiner Einwohner- und Wirtschaftsstruktur vor und verwies obendrein auf die Angebote der Bildungsstadt Laichingen.

Die Schüler erkennen die Vorzüge des Austausches und sehen ihn vor allem vor dem Hintergrund des europäischen Gedankens. Timo und sein Bruder sind mittlerweile gute Freunde von Hugo und Jakub. „Wir erleben ihre Familien jedes Mal als sehr aufgeschlossen“, sagt Timo. Niklas meint, mit beiden Austauschpartnern Glück zu haben: „Sie sind besonders kommunikativ.“ Geplaudert wird auf Englisch. Jakub findet es immer interessant, in Deutschland und anderswo auf andere Kulturen zu treffen. „Das verändert meine Sicht über die jeweiligen Länder und Menschen.“ Hugo ist überzeugt, dass Austausche wichtig sind für eine europäische Gesellschaft: „Man kann nach solchen Kontakten besser miteinander, wir fühlen uns mehr wie ein Volk.“

Info Das Konzert mit Klassik, Musik aus dem Barock und populärer Filmmusik sowie tschechischer Folklore beginnt morgen, Donnerstag, um 19 Uhr im Altbau des Gymnasiums in Laichingen.

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