Schieben, ziehen, siegen beim Altheimer Eselrennen

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Wenn so ein Esel nicht will, dann will er nicht. Diese Erfahrung musste am Donnerstag so manches hoffnungsvolle Rennteam im Schatten des Altheimer Festplatzes machen. Zum fünften Mal organisierte Erwin Mayer sein Eselrennen im Rahmenprogramm der Festtage, zum fünften Mal strömten Eselbesitzer und -freunde aus der ganzen Region herbei. 17 Mannschaften auf zwei Beinen und vier Hufen hatten sich angemeldet – „ein absoluter Rekord“, sagte Mayer.

Zwei Grautiere stellten ihre sprichwörtliche Sturheit jedoch gleich zu Beginn unter Beweis: Sie weigerten sich beharrlich, auch nur einen Huf auf den 150 Meter langen Gras-Rundkurs zu setzen. So blieben am Ende 15 Mannschaften, die um Ruhm, Ehre und eine Flasche Alkoholisches kämpften. Unter ihnen fanden sich etliche Bekannte: Der Champion der Erstauflage  und Vorjahressieger „Jolly Jumper“ von der Zachersmühle aus Adelberg bei Göppingen trat ebenso an wie sein ebenfalls bereits siegreicher Stallgenosse „Zac“. Und auch der Altheimer Lokalmatador „Lucky“ wollte es nach dem Sieg 2014, einem zweiten Platz 2015 und einer Pause im vergangen Jahr noch einmal wissen. „Unser Ziel ist ganz klar der Sieg“, sagte Besitzer Lukas Seemaier am Start. „Seemaiers Rennstall“ überließ also nichts dem Zufall: Lukas’ Schwester Kristin hatte mit „Lucky“ fleißig das schnelle Laufen am Strick geübt; vor dem Start gab es einen Besuch beim Hufschmied.

Schläge bringen nichts

Punkt 13.30 Uhr war es Zeit für die Entscheidung. In mehreren Vorläufen wurden die schnellsten Esel ermittelt, die sich dann über ein hochspannendes Halbfinale bis ins Finale kämpfen mussten. Gestaltet als Staffellauf waren vier Mal 150 Meter zurückzulegen. Unterwegs war alles erlaubt, was Eseln Freude macht: Da wurde mit Karotten gelockt und mit Äpfeln bestochen, bisweilen angeschoben oder auch verzweifelt gefleht. Schläge waren indes tabu. „Das bringt ohnehin nichts“, sagte Mayer.

Überraschungen blieben in den Vorläufen weitgehend aus: Sowohl „Lucky“ als auch „Jolly Jumper“ setzten sich in ihren Gruppen souverän durch und galoppierten mit großem Abstand ins Ziel und damit ins Halbfinale. Für „Lucky“ ging es nach einem ersten Platz im Halbfinale nahtlos mit dem Finale weiter. Hier hatte der Lokalmatador allerdings Pech: „Jolly Jumper“ kam am Start besser weg und blieb für „Lucky“ und sein Team über alle vier Runden uneinholbar. Das Publikum bejubelte jedoch auch den 2. Platz des Lokalmatadors.

Programm Freitag ist Ruhetag, aber dann geht es noch mal weiter: Bis Sonntag locken die 45. Altheimer Festtage noch Besucher auf den Festplatz „An der Markt“ unweit des Sportheims und der Sportanlagenlocken. Am Samstag startet um 21 Uhr die Rock- und Partynacht mit den „Albkrachern“. Das Sonntagsprogramm beginnt um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Grünen am Sportheim. Von 11.30 Uhr an spielen die „Egerländer Schwaben“, es gibt Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Tagsüber findet ein F-Jugend-Turnier statt. Nachmittags spielt der TSV Altheim (Alb) gegen die SF Rammingen. Die Festtage klingen ab 16 Uhr mit der Musikkapelle Rammingen aus.

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