Sankt Agatha in neuem Glanz

Die Renovierungsarbeiten an der St.-Agatha-Kirche schreiten stetig voran. Am 9. Februar nächsten Jahres soll der erste Gottesdienst gefeiert werden.

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Thomas Bug und Gabi Kienzle, Kirchengemeinderat, in St. Agatha. Foto:Gräter

Stolz blicken die Bürger derzeit auf die Agathakirche, Illerriedens heimliches Wahrzeichen, das bereits 1465 errichtet wurde und mit seinem spätgotischen Chor als sehenswertes Kleinod gilt. Der Außenrenovierung vor vier Jahren folgt derzeit die Innensanierung des Gotteshauses. Dass man dabei auf nasse Stellen im Bereich des Chorraumes gestoßen war, jagte dem Kirchengemeinderat (KGR) einen gehörigen Schrecken ein: Untersuchungen am äußeren Fundament ergaben, dass im Rahmen früherer Arbeiten der gesamte Ostflügel mit Beton eingegossen und Flusssteine darüber geworfen wurden.

Wie der 2. KGR-Vorsitzende Thomas Bug erklärt, konnte das Regenwasser in diesem Bereich deshalb nicht versickern. Die Folge waren nasse Wände im Kircheninneren. Außerdem erbrachten Ausbaggerungsarbeiten, dass das Fundament im Bereich des Ostflügels aus teilweise zerbröckelten Ziegelsteinen bestand. "Eine mögliche katastrophale Folge wäre ein Absinken der Kirche gewesen", sagt Bug, der veranlasste, dass eine Unterfütterung mit Betonpflöcken vorgenommen wurde.

Bei einem Rundgang durch den Innenraum der Kirche wird deutlich, dass sich die Innensanierung auf der Zielgeraden befindet. Die vom Kerzenrauch verrußten Wände sind von Kirchenrestaurator Meinrad Kopp aus Emerkingen in Handarbeit abgewaschen und mit einem hellen, warmen Farbton überzogen worden. "Wir haben darauf geachtet, dass der Farbton zu den roten Spannbögen im Chorraum und den braunen Kirchenbänken passt", sagt Bug. Ralf Meschke aus Munderkingen hat die Sanierung der Kunstgegenstände sowie der Altar- und Kreuzwegbilder übernommen.

Der Großteil der Renovierungskosten von 150 000 Euro seien in die Sanierung der Raumschale und der Kunstgegenstände geflossen, erklärt Bug. Außerdem sei eine neue Innenbeleuchtung ebenso notwendig gewesen wie andere "Kleinigkeiten". "Die Erneuerung der Sakristei gehörte dazu, außerdem musste die Alarmanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht werden", sagt Bug. Zudem wurden kaputte Fenster ausgetauscht und ein neuer Holzboden verlegt. Zum Agathafest am 9. Februar 2014 soll dann der erste Gottesdienst in der frisch renovierten Kirche stattfinden.

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