Sanierung des Dornstadter Hallenbads im Plan

Bislang läuft auf der teuersten Baustelle Dornstadts alles nach Plan. Für Sanierung und Ausbau des Hallenbads sind schon 80 Prozent der Bauaufträge raus.

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Am Dornstadter Hallenbad ist bereits mit der Erweiterung begonnen worden. Bislang liegen die Arbeiten im Zeit-, die Vergaben im Kostenrahmen.  Foto: 

„Alles im grünen Bereich“, sagt Frieder Braig, Bauamtsleiter im Dornstadter Rathaus. Probleme gebe es auf jeder Baustelle, so auch auf der seit Jahren größten, genauer gesagt der teuersten Baustelle der Gemeinde. Gravierende Schwierigkeiten seien bislang aber nicht aufgetreten. Die Sanierung des Hallenbads ist auf insgesamt 7,1 Millionen Euro veranschlagt, und „bislang sind wir kostenmäßig immer noch im Plus“, sagt Braig.

Damit stehen die Chancen gut, dass auch am Schluss der in Zusammenarbeit mit dem Pojektmanagement der Firma NPS abgesteckte Kostenrahmen nicht gesprengt wird. Die bislang vergebenen Aufträge machen bereits etwa 80 Prozent der berechneten Baukosten von 5,3 Millionen Euro aus. Drei große Auftragspakte sind bisher geschnürt und vergeben worden, das vierte wird im November auf der Tagesordnung der Gemeinderäte stehen.

Am Donnerstag hat sich das Gremium noch mit einem vergleichsweise kleinen Auftrag beschäftigt, dessen Ausführung aber für die Besucher durchaus wichtig ist: Es ging um das so genannte Zutrittskontrollsystem. Also: Wo bezahlt man, wie kommt man rein und wieder raus? Die Planungsgruppe Hallenbad, an der auch Schulen und Vereine beteiligt sind. hatte sich bereits ausführlich mit dem Thema befasst.

Beschlossen wurde, dass im Eingangsbereich ein Kassenautomat aufgestellt wird, an dem die Besucher eine Transponderkarte erwerben. Die Karte berechtigt zum Eintritt, und mit ihr kann auch der Kleiderspind geöffnet werden. Beim Verlassen des Bads wird die Transponderkarte, ebenfalls automatisch, wieder eingezogen.

Ob das bisherige Tarifsystem mit Einzel-, Fünfer-, Zehner- und Jahreskarten beibehalten wird, steht noch nicht fest. Möglich ist auch, dass Zeittarife eingeführt werden. Dann zeigt der Automat bei der Rückgabe der Transponderkarte an, ob die bezahlte Badezeit überschritten wurde und nachgezahlt werden muss. Dieses Kassensystem kostet knapp 66 000 Euro. Enthalten sind der Karten-Verkaufsautomat, Kontroll-Terminal und Drehkreuz am Eingang, PC und Drucker für die Bar-Kasse sowie ein Server, der im Untergeschoss des Bads installiert wird. Für einen Nachzahl-Automaten müssten weitere 2800 Euro ausgegeben werden.

Die Metallbau-Arbeiten – Brandschutztüren aus Stahl einerseits sowie Treppen und Geländer andererseits – waren zunächst gemeinsam ausgeschrieben worden. Weil kein Angebot einging, folgte die getrennte Ausschreibung. So konnte der Gemeinderat jetzt zumindest den Auftrag für die Stahltüren über knapp 25 000 Euro vergeben. Für Treppen und Gelände war kein Angebot gemacht worden. Die Auftragsbücher der Schlosser seien zur Zeit randvoll, das zeige sich auch bei anderen Vorhaben, sagte Martin Meyer-König vom Projektmanagement. In der nächsten Runde will die Verwaltung „gezielt ein paar Schlosser“ anfragen, kündigte Bauamtsleiter Braig auf Nachfrage an und zeigte sich zuversichtlich, im Herbst einen Auftragnehmer zu finden. Mit einer Verzögerung des gesamten Projekts sei jedenfalls nicht zu rechnen. „Das macht uns nichts aus.“

Die vor knapp einem halben Jahr begonnen Arbeiten liegen dem Amtsleiter zufolge im Zeitplan. Die Betonsanierung sei ohne Überraschungen abgeschlossen worden, nun wird bereits am Rohbau der Erweiterung gearbeitet. Dort ist unter anderem der Kinderbereich geplant. Nach den Sommerferien 2017 soll das sanierte und erweiterte Hallenbad eröffnet werden.

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