Sanierung "Auf der Kappel" kostet halbe Million Euro

Knapp eine halbe Million fließt in die Sanierung der Merklinger "Kappel", die in das westliche Wohn- und Neubaugebiet und zur Seniorenwohnanlage führt.

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Gemeinderäte begutachten die Sanierungsarbeiten in Merklingen. Dort sind unter anderem die Wasserrohre in der Straße "Auf der Kappel" total brüchig.  Foto: 

Gleich einer Prozession zogen Merklingens Gemeinderäte im Rahmen einer Ortsbegehung am Dienstag über die Merklinger Straße "Auf der Kappel". Die Zufahrtstraße zum westlichen Teil der Gemeinde war wegen ihrer enormen Belagsschäden von den Anwohnern und Autofahrern als "Achsenbrecher" bezeichnet worden. Aber auch die Wasserleitungen sind veraltet. Wie sehr, das zeigte sich bereits, als die Bauarbeiter mit dem Auswechseln begannen: "Einmal rütteln, schon war das Zuleitungsrohr kaputt", meinte Bürgermeister Sven Kneipp.

Im November 2014 erstellte der Gemeinderat den Plan für die Sanierung, im Dezember erfolgten Gespräche mit den Anliegern und die Ausschreibung für die erforderlichen Arbeiten, die im Februar 2015 vergeben wurden. Am 24. März war Baubeginn und Einrichtung der Baubude. Angegangen wurde die Sanierung laute Kneipp in der Lindenstraße im Bereich der Einmündung "Auf der Kappel". Dabei wurde eine Vollsperrung für drei Tage notwendig. Innerhalb von zwei Tagen war dann der gesamte Asphalt abgefräst.

Folgendes ist geplant: 240 Meter neue Wasserleitungsrohre werden verlegt, dazu vier Schächte eingebaut. Der Abwasserkanal muss laut Kneipp aufgrund der vielen Schadstellen ebenfalls dringendst erneuert werden. Hinzu kommen 1300 Quadratmeter Asphalt und 500 Meter Randstein. Insgesamt werden 1200 Kubikmeter Erde bewegt.

Derzeit tastet sich die Baufirma in Richtung Seniorenwohnanlage vor, Anlieger haben können so noch zu ihren Häusern kommen. Denn die Firma reißt die Straße nicht komplett, sondern stückweise auf. Weil viele Rohre der Wasserversorgung brüchig sind, werden die Arbeiten zügig vorangetrieben. Als es jüngst wegen eines gebrochenen Rohres zu einer Notlage kam, konnte diese dank der Notwasserversorgung überbrückt werden.

Als Gemeinderäte bei ihrer Begehung einige Anwohner zu den Arbeiten befragten, hörten sie keinerlei Beschwerden. Lediglich der angedachte Fußweg von der Kappel über ein kleines Stück Grünfläche zur Lindenstraße wird "als unnötig" und "überzogen" angesehen. Später werden Straßenlampen ähnlich denen in der Rippmannstraße aufgestellt. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten beendet sein. Sie werden alles in allem eine halbe Million Euro kosten.

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