Riesenfestival mit Frei.Wild geplant

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Unter dem Titel „Rock dein Leben“ soll vom 19. bis 21. Juli auf dem Laichinger Flugplatz ein großes Deutsch-Rock-Festival stattfinden. Es werden beim ersten Mal bis zu 10 000 Fans erwartet. Angekündigt sind bekannte Bands wie Frei.Wild oder Krawallbrüder als Headliner. Der Flugsportverein Laichingen (FSV) wird dafür sein Fluggelände verpachten. Ihm geht es darum, ein für die Region einmaliges Ereignis in Laichingen zu ermöglichen und andererseits auch Jugendliche auf den Verein aufmerksam zu machen, sagt Vorstandsmitglied Alfred Schosser. Lange und gründlich habe sich der Verein über Veranstalter und Bands informiert und sei sicher, dass das eine gute Sache werde.

Vor allem die Band Frei.Wild provoziert und polarisiert derzeit die öffentliche Meinung wie kaum eine andere deutschsprachige Band. Wenige sind aber derzeit auch so erfolgreich. Grund ist, dass der Band, die ihren Ursprung in Südtirol hat, immer wieder teils patriotische und nationalistische Inhalte vorgeworfen werden, und sie in die Nähe der rechtsextremen Szene gerückt wird. Die Band hat das stets bestritten, spricht sich ausdrücklich gegen Fremdenhass aus oder lässt schon mal auf Konzerten von den Fans „Nazis raus“ skandieren.

Frontsänger wandelt sich

Frontsänger Philipp Burger sei tatsächlich früher mal in einer Skinhead-Band gewesen, von rechtsnationalem Gedankengut habe er sich aber schon lange klar distanziert, berichtet Andreas Kamm,  einer der Veranstalter des Rockfestivals, der normalerweise als Berufsfeuerwehrmann arbeitet und im Nebenerwerb ein gemeinnütziges Integrationsunternehmen für schwerbehinderte Menschen betreibt. Mit diesem Unternehmen kam er auch in Kontakt zu Rockbands, zu denen über die Jahre hinweg ein freundschaftliches Verhältnis entstand. Kamm bezeichnet sich als bekennenden Antifaschisten, der es nie zulassen würde, dass auf Konzerten fremdenfeindliche Texte oder Stimmungen verbreitet werden. „Viele Männer haben Jugendsünden, waren einmal rebellisch“, meint er. Umso wichtiger sei es, aus Fehlern zu lernen. Viele Kommentare gerade auch zu Frei.Wild-Konzerten zeigten aber, dass die Fans alles andere als in die rechtsnationale Ecke gestellt werden dürfen: „Da kommen Familien, Junge und Ältere, und wollen Spaß an der Musik haben.“

Ziel der Veranstalter ist, das Festival in Laichingen zu wiederholen. „Wir wollen, dass sich die Region mit dem Festival identifiziert“, sagt Kamm. Wichtig sei den Veranstaltern daher, die Laichinger einzubinden und das Festival mit einem Musikvereins-Auftritt zu starten.

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