Rekordbeteiligung bei Gardetanz-Turnier

Beim Joe Malischewski-Gedächtnisturnier der Lachatrapper in Dornstadt gingen rund 500 Gardetänzer an den Start - so viele wie noch nie.

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Joe Malischewski und der Gardetanzsport sind für die Karnevalisten in der Region und für Gardetänzer in ganz Deutschland untrennbar miteinander verbunden. Über viele Jahrzehnte förderte der Präsident und Ehrenpräsident der großen Karnevalsgesellschaft Ulm/Neu-Ulm den Gardetanzsport in der Region und darüber hinaus; vor über 40 Jahren rief er die ersten württembergischen Gardetanz-Meisterschaften ins Leben. Von dort griff die Begeisterung für den akrobatischen Tanzsport auf den Rest der Republik über. "Ohne Joe Malischewski wäre der Gardetanzsport in seiner heutigen Form nicht denkbar", sagt der Ehrenpräsident der Karnevalgesellschaft "Lachatrapper" Dornstadt, Detlef Kleen.

Seit 2007 veranstaltet sein Verein in Erinnerung an Joe Malischewski ein Freundschaftsturnier, das sich ausdrücklich an Garden, Mariechen, Gruppen und Tanzpaare mit wenig Turniererfahrung richtet. Am Sonntag fand die Veranstaltung zum achten Mal statt. Rund 500 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von 5 bis 30 Jahren aus ganz Süddeutschland traten vor die siebenköpfige Fachjury - ein neuer Rekord. Vom frühen Morgen bis in den späten Abend hinein wurde nahezu nonstop gerichtet: "Mehr ist nicht zu schultern", meinte Kleen.

Über 400 Zuschauer strömten in den Bürgersaal, die Tickets für die Veranstaltung waren bereits Wochen zuvor restlos ausverkauft. Bewertet wurden neben einem planvollen Aufmarsch der Garden unter anderem die Gestaltung der Uniformen und Kostüme, die Vielfalt und der Schwierigkeitsgrad der Schritte und Übungen, aber auch die Ausstrahlung. "Die Freude am Tanzen muss erkennbar sein", heißt es in den Bewertungskriterien.

Maximal waren 500 Punkte zu erreichen. Beim Gedächtnisturnier blieben die meisten weit unterhalb dieser Marke. "Unser Turnier ist bewusst gestaltet als Plattform für Vereine, die noch nicht an den großen Gardetanzsport-Turnieren teilnehmen oder dort noch keine Erfolge erzielen können", erklärt Kleen. "In unserem Sport gibt es keine Ligen", sagt Jurymitglied Marie-Christin Städele. Bei den offiziellen Turnieren des Bunds Deutscher Karneval (BDK) tanzten stets die Besten einer Region gegen die Schlechtesten. "Entsprechend schwer ist es, nach vorne zu kommen."

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