Radweg am Bahnübergang Ersingen kostet 650.000 Euro

Der Bau eines Radwegs am Bahnübergang Dellmensingen/Ersingen hat erhebliche Folgen: Die Straße muss auf 150 Metern versetzt werden.

|

Wie angekündigt war am Montagmorgen die Kreisstraße 7373 zwischen Dellmensingen und Ersingen gesperrt, der Bahnübergang mit einem Bauzaun gesichert. Damit kommt die Deutsche Bahn ihrem Versprechen nach, den Übergang mit einer gesonderten Rad- und Fußwegspur sicherer zu machen. Bisher gibt es am Bahnübergang eine gefährliche, wenige Meter lange Lücke im Radweg zwischen den beiden Erbacher Teilorten. Bis Ende Mai wird der Übergang wegen den Bauarbeiten gesperrt sein. "Das ist recht lange", heißt es in den Orten, schließlich werde ja nur ein "Stückchen Weg" angelegt. Doch das hat es in sich, wie eine Anfrage an die Deutsche Bahn ergab.

Die auffälligste Änderung: Die Straße wird auf einer Länge von 150 Metern nach Süden verlegt. Dadurch wird ein zwei Meter breiter Streifen für den insgesamt 2,50 Meter breiten Radweg frei. Dieser führt an dem alten Bahnwärterhäuschen vorbei, um das Hauseck muss der Weg mit einem kleinen Knick verschwenkt werden. Auch wenn es nicht so ins Auge fällt, ist der Aufwand an der Gleis- und an der Schrankenanlage nicht geringer. So muss zwischen den Schienen der Belag für den Bahnübergang an anderer Stelle aufgebracht werden, Lichtzeichen und Schranken müssen versetzt werden.

Künftig gehen auf jeder Seite zwei Schranken hoch und runter: eine Halbschranke für die Autofahrer sowie eine kleinere für Radfahrer und Fußgänger. Zudem muss das Stellwerk den neuen Gegebenheiten angepasst werden, teilte der Sprecher der Bahn mit. Der Umfang der Arbeiten sowie die besonderen Anforderungen, bei laufendem Bahnbetrieb die Baustelle zu organisieren, haben ihren Preis. 650.000 Euro kostet der Radweg über zwei Gleise. Einschränkungen im Zugbetrieb wird es nicht geben. Gearbeitet werde nur in den Zugpausen.

Bis zum 28. Mai ist der Übergang für jeglichen Verkehr gesperrt. In dieser Zeit werden alle Straßenarbeiten erledigt. Dann kann die Gleisanlage wieder gequert werden. Die Arbeiten an den Sicherungsanlagen und am Stellwerk dauern noch länger, bis 17. Juni. Bis dahin sind an dem Übergang Mitarbeiter als Sicherungsposten abgestellt. "Wir bemühen uns, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten", kündigte der Bahnsprecher an.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bühler pachtet das Bootshaus

Marcus Bühler vom „Pfugmerzler“ steigt auf dem Restaurantschiff an der Donau ein. Er bringt auch neue Köche mit. weiter lesen