Promis sprechen über Engagement

Was Menschen in besonderer Verantwortung inneren Halt gibt, versuchte eine ökumenische Veranstaltung in Niederstotzingen zu ergründen. Regionale Prominenz gab dazu Einblick in die persönlichen Werte.

|
Bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Kirche diskutierten vor großem Publikum.  Foto: 

Mit mehr als 150 Besuchern war das Gemeindehaus Sankt Franziskus vollbesetzt. Die drei Kirchengemeinden - katholisch, evangelisch und neuapostolisch - der Stadt Niederstotzingen hatten zu einem gemeinsamen Gesprächsabend eingeladen. Dieser sollte Aufschluss darüber bringen, was Menschen mit besonderer Verantwortung in der Gesellschaft inneren Halt gibt, ihren vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen gerecht werden zu können.

Von Dekan und Stadtpfarrer Sven van Meegen begrüßt und von den Pfarrern Ulrich Erhardt und Peter Maier moderiert, gaben in verschiedenen Fragerunden Kultusminister Andreas Stoch (SPD), Landtagsabgeordneter Bernd Hitzler (CDU), der Heidenheimer Bürgermeister Rainer Domberg (SPD), die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz und der Niederstotzinger Bezirks-Evangelist Ulrich Mäck Einblicke in die Betätigungsbereiche, die häufig persönlich belastend seien. Und deswegen Quellen bedürften, aus denen sie neue Kraft zu schöpfen können, die ihnen inneren Halt geben.

Übereinstimmend hatten die Gesprächsteilnehmer die Kirchen als Gemeinschaft und die Kirchengemeinden - in ihrer Rolle als Begegnungseinrichtungen - als Hort der Gottesdienste und als soziale Kristallisationspunkte für wichtig und unentbehrlich für die Gesellschaft eingestuft. Ohne jedoch zu verschweigen, dass dort, wo Menschen tätig sind, Vollkommenheit nicht zu erwarten sei.

Während sich Wulz und Mäck glücklich schätzten, Glaube und Berufung leben zu können, sahen sich die Politiker Stoch, Hitzler und Domberg "in der Tretmühle" des politischen Geschehens rein zeitlich überfordert, am kirchlichen Leben in gewünschtem Maße teilnehmen zu können.

Breiten Raum schenkten die Gesprächteilnehmer der Spiritualität, im Alltag zu sich selbst zu finden, um in der Ruhe neue Kraft für die Arbeitsabläufe zu sammeln. Und nicht weniger intensiv nachgedacht wurde darüber, weshalb im kirchlichen wie im politischen Bereich als ideal erkannte Lösungen und die schließlich umgesetzte Praxis oft weit auseinander lägen, ja sogar widersprüchlich seien.

Machbares erfordere Kompromissfähigkeit. Zwei Schritte vorwärts und einer zurück bedeute insgesamt Fortschritt. Widerspruch und Einwände führten zu neuen Überlegungen und Gedanken. Dies waren Antworten der Gesprächsteilnehmer, die Regulative durchaus akzeptierten, um allseitig zufriedenstellende Problemlösungen zu erhalten. Dies gelte im Übrigen für alle Lebensbereiche. Dass Vorbilder eigenes Verhalten positiv beeinflussen können, belegten sie mit persönlichen Beispielen.

Im Schlusswort dankte Harald Müller von neuapostolischer Seite im Namen der Kirchengemeinden den Teilnehmern für den offenen Blick auf ihre Persönlichkeit. Er verglich den Glauben mit einem Schiff, dessen Anker Halt gebe. Als Hausherr wertete Dekan Sven van Meegen den Abend - im Sinne des Jubiläums zum 650-jährigen Bestehens der Stadt mit dem Leitmotiv "Ich-Du-Wir sind die Stadt" als besondere Veranstaltung, die alle Anwesenden reichlich beschenkt habe.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Eine rauschende Nacht der Wohltätigkeit

Schon zum zwölften Mal stieg die Charity Night. Erstmals in der Ratiopharm Arena, die sich in elegantes Dunkel hüllte. Mehr als 700 Gäste genossen Stars, erstklassige Speisen und stilvolle Showeinlagen. weiter lesen