Nacktfoto der Polizei auf Facebook

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Ein Foto, das (Aufmerksamkeit) erregt: Die Polizei Ulm hat es auf Facebook gepostet.  Foto: 

Die Aufmerksamkeit der Facebook-Community hatte Claudia Kappeler sich gesichert. Jugendliche, nicht mehr ganz Jugendliche, sogar Redakteurinnen, die anonym bleiben möchten, konnten beim Scrollen nicht umhin, den Beitrag der Ulmer Polizei zu bemerken. Schließlich war dort ein nackter Mann zu sehen. „Das war auch das Ziel“, sagt Polizeisprecherin Kappeler zur Resonanz auf den Post. Mit dem nackten jungen Mann, dessen Foto  Redakteure, die ebenfalls anonym bleiben möchten, zu der Aussage nötigte „Ich muss mal wieder Liegestütze machen“, möchte Kappeler junge Menschen für den Datenschutz sensibilisieren. Der Anlass: Am Dienstag hat ein junger Mann aus dem Kreis Biberach Anzeige wegen Erpressung erstattet. Und zwar gegen eine Frau, die er zuvor beim Online-Dating kennengelernt hatte. Die Frau hatte dem Mann, der 1992 geboren ist, Nacktbilder geschickt. „Und ihn dann via Skype aufgefordert, auch etwas von sich zu zeigen“, erzählt Kappeler. Als der Mann „seine Pracht“ – so steht es auf Facebook – dann vor dem Bildschirm auspackte, machte die Frau am anderen Ende der Internetleitung Aufnahmen. Und drohte, diese auf Facebook zu veröffentlichen – wenn der Prachtvolle ihr nicht Geld dafür zahlt, dies zu unterlassen. Das wollte er nicht und erstattete stattdessen Anzeige. Womit er Claudia Kappelers Aufmerksamkeit und Respekt erlangte: „Es gehört ja schon auch ein bisschen Mut dazu, damit zur Polizei zu gehen.“ Merke: Ob Waschbrettbauch oder nicht – blankziehen sollte man nur, wenn man weiß, wer zuguckt (und wo dessen Kamera ist). Welcher Polizist für das Foto blankgezogen hat, diese Frage bliebt wohl auch aus Datenschutzgründen unbeantwortet. Gestellt hat sie übrigens keineswegs eine anonyme Redakteurin. Sondern ein männlicher Facebook-Nutzer, der „von mehreren Frauen“ danach gefragt worden sein will.  

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