Planer schlagen Neubau vor Entwürfe liegen in Ersingen aus

Der Entwurf von Braunger und Wörtz überzeugte die Erbacher und Ersinger Räte besonders: Geplant ist ein Neubau zwischen der Ersinger Halle und Schule, die Baukosten würden 1,3 Millionen Euro betragen.

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Die Sanierung der im Verbindungsbau zur Halle untergebrachten Schultoiletten und ein wettergeschützter Zugang - das war lange der Wunsch der Ersinger. Bis 2011 die Verwaltung eine Kompletterneuerung vorschlug mit dem Argument, "eine nachhaltige Verbesserung" zu erreichen. Vier Planungsbüros erhielten einen Auftrag (siehe Infokasten). Die Ergebnisse wurden am Montag dem Ortschaftsrat und dem Verwaltungsausschuss des ERbacher Gemeinderats vorgestellt.

Ob Sanierung oder Neubau, das war den Architekten überlassen. Allein das Raumprogramm war festgelegt. Gewünscht waren ein gemeinsames Foyer für Halle/Schule/Kindergarten, Kinderküche, Kreativraum, Schulleiterbüro, Sozial- und Arbeitsraum für Schule/Kindergarten, gemeinsame Toiletten Halle/Schule und Lehrer/Erzieher. Der Kindergarten sollte eigene WC bekommen. Weiter waren die Umkleiden und Duschen der Halle zu sanieren sowie ein erster Dachabschnitt.

Alle vier Büros hätten sich für einen Neubau entschlossen, berichtete Stadtbaumeisterin Sandra Dolderer. Was jedoch an gleicher Stelle entstehen soll, unterscheide sich zum Teil erheblich. Die einen bevorzugten klare Strukturen, andere verschachtelte. Bei den einen hatte das Gebäude selbst Vorrang, bei anderen die Nutzung durch Kinder.

In der Diskussion gab es nur einen Favoriten: Das Ulmer Büro Berthold Braunger und Marcus Wörtz. Der auch von anderen vorgesehene Lichthof befinde sich "an der richtigen Stelle", die Räume seien ihrer jeweiligen Nutzung "klar zugeordnet", der Entwurf habe Charme, sei intelligent, klar strukturiert und bedeute eine Aufwertung für das gesamte Ensemble, lauteten die Wortmeldungen. Die Räten lobten, dass bei diesem Entwurf die Kinder Nutznießer seien. "Wollen wir tolle Foyerfeste feiern oder einen Nutzen für Schule und Kindergarten? Wenn die Kinder Gewinner sein sollen, dann ist es klar dieser Entwurf", sagte Ortschaftsrat Bruno Hafner.

Die einzige Sorge der Gremien: Braunger und Wörtz setzen mit 1,3 Millionen Euro auch die höchsten Kosten für den Neubau an. Das günstigste Büro liegt bei knapp einer Million Euro. Dolderer wies darauf hin, dass auch die gebotenen Leistungen zu beachten seien. So bleibe beim Günstigsten die Bodenplatte samt der 40 Jahre alten Leitungen erhalten. Leistungen und Kosten gegenübergestellt schenkten sich die Büros "so viel nicht". Dennoch drängten etliche Räte wie Joachim Klein (Freie Wähler) darauf zu achten, "was im Haushalt steht". Im Etat sei etwa eine Million Euro veranschlagt. Vor allem Räte aus Ersingen wollten nicht schon am Beginn der Diskussion an der Kostenschraube drehen. Sie sei auch dafür, "aus diesem Entwurf heraus" das Endprodukt zu entwickeln - unter Beachtung der Kosten, sagte Irene Paal (CDU). Sie hielt allerdings die Kosten von 1,3 Millionen Euro für angemessen: "Das was dieser Entwurf bietet darf auch etwas kosten."

Ein Beschluss war nicht vorgesehen. Dieser soll im April erfolgen. Jetzt sei die öffentliche Diskussion gefordert, "was es in Ersingen sein soll", sagte Bürgermeister Achim Gaus. Dazu hängen die Pläne im Bürgersaal des Dorfgemeinschaftshauses zu den üblichen Öffnungszeiten aus.

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