Nur alle vier Jahre "richtig" Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch! Moriz Müller wird heute 32 Jahre alt. Doch erst zum achten Mal kann der Illerrieder wirklich am Jahrestag seiner Geburt feiern.

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An "richtigen" Geburtstag, also solchen, die auf einen 29. Februar fielen, gab es für den kleinen Moriz meist besondere Geschenke, wie hier die Lego-Ritterburg zum vierten Wiegenfest. Privatfoto

Als Marianne Müller am 28. Februar 1980 ihrer Schwägerin Brigitte Neuberger zu deren Geburtstag gratuliert, hat die Festgesellschaft für die Hochschwangere nur einen Wunsch: Der Nachwuchs möge sich doch hoffentlich noch zwei Tage lang gedulden, bis zum 1. März. Doch Klein-Moriz kümmert das Datum herzlich wenig. Er kommt einen Tag später, am 29. Februar, auf die Welt: ein Wonneproppen und pumperlgesund.

"Hauptsache alles dran": Das ist für die frisch gebackenen stolzen Eltern auch erst einmal das Wichtigste. Mit dem Schalttag arrangieren sie sich schnell. "Ein besonderes Datum, das muss einfach Glück bringen", ist sich das Paar einig. Und es einigt sich im Laufe des ersten Lebensjahres auch darauf, den Geburtstag des Filius grundsätzlich am letzten Tag im Februar zu feiern. Gern wird bei Schaltjahres-Geburtstagskindern auch am am 1. März gefeiert. Bringt das Vorfeiern Pech? "Nicht bei Schaltjahreskindern", ist Marianne Müller überzeugt. "Im Pass steht der 29. Februar. Und wir wollten einfach einen Geburtstag in diesem Monat", erzählt sie.

Die Grundschullehrerin, die in Dietenheim unterrichtet, hat im übrigen schon etlichen Generationen von Schülern die Viererreihe mittels Textaufgabe zum besonderen Geburtstag ihres Sohnes nahegebracht. "Moriz feiert heute zum achten mal richtig Geburtstag. Wie alt ist er in Wirklichkeit?"

Zu kurz gekommen sei ihr Sohn nie, sagt sie. Denn gefeiert wurde im Haus Müller in "normalen" Jahren zumeist zusammen mit der Patentante Brigitte und in Schaltjahren eben richtig groß. "Da habe ich dann meist auch ganz besondere Geschenke bekommen", erinnert sich Moriz Müller, der ebenfalls keine gravierenden Nachteile in seinem Geburtsdatum sieht. Im Gegenteil: "Wegen des besonderen Tages denken immer viele Menschen an mich, ich werde selten vergessen", erzählt er. Der Produktmanager, der in einer Stuttgarter Druckerei arbeitet, wird heute auch im Kollegenkreis gefeiert. "Die haben richtig darauf gewartet, seit sie davon erfahren haben", lacht Müller. Na denn, ein Prosit auf den achten Geburtstag.

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