Niedrigpreis für Milch drück Tierbestand

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Der Absturz des Milchpreises in der ersten Jahreshälfte war bestimmendes Thema der Jahreshauptversammlung des Braunviehzuchtvereins Biberach-Laupheim-Ulm. Als Folge der schlechten Erzeugerpreise verringerten viele Landwirte ihre Bestände. Die Zahl der beim Verband registrierten Zuchttiere sank um etwa 400, das entspricht einem Rückgang von fast zehn Prozent im Verbandsgebiet, also in den Kreisen Alb-Donau und Biberach sowie in der Stadt Ulm.

Außer mit der schlechten Ertragslage hatten die Milchbauern mit Unbilden des Wetters zu kämpfen. Im Mai und Juni waren die Regenfälle teilweise so stark, dass Hofstellen überflutet wurden. Für viele Landwirte sei die Grenze ihrer finanziellen und nerv­lichen Belastbarkeit erreicht worden, stellte Vorsitzender Helmut Schöllhorn fest.

Mit der Milch-Leistung der Tiere könnten die Landwirte hingegen zufrieden sein, sagte Alfred Heinzler von der Rinderunion Baden- Württemberg. Demnach lag die durchschnittliche Milchleistung der Betriebe bei 8032 Kilo pro Kuh und Jahr. Dies bedeute im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 384 Kilo.

Nachdem der Milchpreis wieder angezogen hat, geht Anton Köberle, Vorstandsvorsitzender der Milchwerke Schwaben, von stabilen Preisen in den nächsten Monaten aus. Die Genossenschaft mit Sitz in Ulm und Werk in Neu-Ulm zahle ihren Mitgliedern seit Monaten etwa 35 Cent pro Kilo, einen der höchsten Erzeugerpreise in Deutschland.

Peter Egle, Leiter des Kreisveterinäramts Biberach, appellierte an die Landwirte, weiter an der Biosicherheit in den Ställen zu arbeiten. So sei es wichtig dem Tierarzt vor Betreten des Stalles betriebseigene Schutzkleidung zur Verfügung zu stellen, um das Einschleppen von Krankheiten wie Rinderherpes zu verhindern.

Die früheren Vorsitzenden Karl Rehm (Ochsenhausen) und Anton Köberle (Ummendorf) wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Margarete Walcher (Wain) wurde für 60 Jahre Tätigkeit im Verein geehrt.

Menge Am meisten Milch produzierten die Kühe des Familienbetriebs Heckenberger in Biberach-Mettenberg: durchschnittlich 10.615 Kilo pro Tier und Jahr. Platz zwei: Karl Neidlinger, Schnürpflingen-Ammerstetten, 10.004 Kilo Milch. Platz drei: Jürgen Held, Ulm- Donaustetten, 9885 Kilo.

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Kommentare

25.12.2016 09:27 Uhr

Heist weniger Tiere werden gequält.

Die Qual für jedes einzelne Tier, bleibt jedoch weiterhin bestehen.
;)

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