Radweg-Pläne trotz Kritik akzeptiert

|
 Foto: 

Lob vom Bürgermeister für die engagierte Arbeit, aber keine einhellige Zustimmung von den Gemeinderäten: Im Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik des Dornstadter Gemeinderats ist in der jüngsten Sitzung ausgiebig und kontrovers über die Radwegkonzeption der Gemeinde diskutiert worden. Diese Konzeption ist das Ergebnis mehrerer Sitzungen eines Arbeitskreises, zu dem sich 16 Bürger gemeldet hatten. Die Gruppe ist mit dem Ziel angetreten, das Radwegenetz im Ort zu verbessern, zweitens die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen und ihnen außerdem die Orientierung zu erleichtern.

Kostenlos ist das allerdings nicht zu haben. Allein die vorgeschlagenen baulichen Verbesserungen summieren sich auf etwa 220.000 Euro. Mit 10.000 Euro ist zum Beispiel ein so genannter Radschutzstreifen in der Scharenstetter Straße in Temmenhausen veranschlagt. Dieser sollte, so der Vorschlag des Arbeitskreises, in Richtung Scharenstetten. also bergauf, angelegt werden.

Was auf Einwände der Ortschaftsräte gestoßen war, wie Ortsvorsteher Günter Vetter (CDU/BWV) berichtete. Begründung: Besucher des Friedhofs neben der Nikolauskirche könnten dann nicht mehr am Straßenrand parken. Beate Happold (Freie Wähler) sprach sich gegen den Umbau des Radwegs an der Lerchenbergstraße aus. Dieser soll im Bereich der Einmündung des Lupinenwegs näher an die Straßen herangerückt werden. Dadurch würde erreicht, dass die Radler durchgehend Vorfahrt haben. Happolds Einwand: Es komme selten vor, dass dort ein Radfahrer wegen eines Autos bremsen oder anhalten müsse. Die Investition von voraussichtlich 13.000 Euro sei daher überflüssig.

Auf Kritik stieß auch der Vorschlag, den Gras- und Schotterweg entlang der Kleingartenanlage im Südwesten von Dornstadt auszubauen. Durch diesen Ausbau könnte der Umweg, den Radler in Richtung Bollingen fahren müssen, verkürzt werden, meint der Arbeitskreis. Gemeinderat Joachim Schmutz (CDU/BWV): 52.000 Euro für 500 Meter Abkürzung – „das kann  nicht sein“.

Wie sein Fraktionskollege Frank Glögger sprach sich Schmutz dagegen aus, für einen Radweg zwischen Scharenstetten und Radelstetten eine Trasse abseits der Kreisstraße 7318 auszubauen. Dieser Weg würde Dornstadt 46.000 Euro kosten, wenn die Gemeinde Lonsee, die 26.000 Euro beisteuern müsste, mitmacht. Nach Glögglers Ansicht hat der Gemeinderat der Trasse eine Absage erteilt. Bürgermeister Rainer Braig interpretierte den Beschluss vom April anders. Letztlich wurden alle Einwände gegen die Strecken-Vorschläge des Arbeitskreises abgelehnt.

Förderung Der Bauausschuss des Dornstadter Gemeinderates stimmte in seiner jüngsten Sitzung auch dem Vorhaben zu, fünf Ladestationen für E-Bikes und für Elektroautos aufzustellen: eine in jedem Ortsteil. Einem Angebot des Versorgers ENBW zufolge würden die Ladestationen 83.000 Euro kosten, bis zu 40 Prozent Förderung seien möglich.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Das Donauufer soll schöner und sicherer werden

Das Donauufer soll schöner und sicherer, der Fluss erlebbarer  werden. Die Stadträte drücken aufs Tempo und setzen sich gegen die Verwaltung durch. weiter lesen