Neue Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr Erbach

Mehr Sicherheit für Bürger und Helfer, das soll die neue Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Erbach garantieren. Am Brandschutztag wurde sie eingeweiht.

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Jungfernfahrt in 23 Metern und damit luftiger Höhe gab es gestern für (von links) Bürgermeister Achim Gaus, Gesamtkommandant Thomas Böllinger und Pfarrerin Dorothee Schieber.  Foto: 

„Ein schönes Fahrzeug“, für einen Feuerwehrmann allemal. Vielleicht sogar ein neues Spielzeug? Kreisbrandmeister Ralf Ziegler sinnierte gestern auf dem Brandschutztag in Erbach über die neue Drehleiter der Donaugemeinde. Die Antwort gab Ziegler gleich selbst. Das 615 000 Euro teure Rettungsfahrzeug – 249 000 Euro gab es als Zuschuss vom Land – ist kein Spielzeug, „sondern mehr Sicherheit für die Menschen dieser Stadt“, sagte Ziegler. Und darüber hinaus, denn Hüttisheim und Staig sind inzwischen Teil der 18 000 Einwohner umfassenden Raumschaft Erbach.

Die Bezeichnung als Spielzeug sei auch deshalb nicht angebracht, weil das Fahrzeug für die Einsatzkräfte der Feuerwehr mehr Übungen und mehr Stunden bedeute, die in die Ausbildung investiert werden. „Wohlgemerkt freiwillig“, sagte der Kreisbrandmeister.

Bürgermeister Achim Gaus erinnerte noch einmal daran, wie es zu der Beschaffung kam, „denn eine solche Investition tätigt man ja nicht, weil einem grade der Sinn danach steht.“ Auslöser sei die Feuerwehrkonzeption gewesen, die aufgezeigt habe, dass die gesetzliche Mindest-Eintreffzeit von zehn Minuten klar verfehlt wird, sofern eine Drehleiter benötigt wird. Zumindest wäre die aus Ulm anrückenden Leiter länger unterwegs, die aus dem entfernteren Ehingen sowieso.

Gaus dankte insbesondere dem Gemeinderat, der ohne Wenn und Aber sofort hinter der Beschaffung gestanden sei. Sein Dank galt auch den Feuerwehrleuten, die mit viel Aufwand und Einsatz ein Leistungsverzeichnis erstellt und viele Stunden Übungszeit investiert hatten. „Aber das sind wir ja von unserer Feuerwehr gewohnt“, sagte der Bürgermeister. Nun stehe Erbach und den Nachbargemeinden ein hochwertiges Gerät zur Menschenrettung zur Verfügung, aber auch für eine größere Sicherheit der Einsatzkräfte. „Angst und Bange“ sei es ihm geworden, wenn er Übungen mit der Steckleiter gesehen hätte.

Pfarrer Joachim Haas erteilte schließlich dem neuenFahrzeug den Segen innerhalb des mit Pfarrerin Dorothee Schieber zelebrierten Gottesdienstes. Nach der Schlüsselübergabe durch Ulrich Barlösius vom Ulmer Hersteller Magirus an Abteilungskommandant Markus Keller unternahm Gaus eine Ausfahrt in 23 Meter Höhe. Die musikalische Umrahmung übernahm die Stadtkapelle.

Die Inbetriebnahme war in den diesjährigen Brandschutztag eingebettet, der hunderte von Besuchern anlockte. Neben der Drehleiter konnten die Besucher den Fuhrpark bestaunen und sich Details erklären lassen. Weiter gab eine Spielstraße für kleine Besucher, Löschen von inszenierten Bränden sowie Informationen zum vorbeugenden Brandschutz, wie den Einbau von Rauchmeldern. „Wenn wir durch Aufklärung auch nur einmal weniger oft ausrücken müssen, dann hat sich so ein Tag gelohnt“, sagte Thomas Böllinger, Kommandant der Gesamtfeuerwehr.

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