Neubaustrecke: Wohncontainer im Industriegebiet

Die Bahn-Bauarbeiten für die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm am Tunnel Widderstall haben teils das Endniveau erreicht. Im Merklinger Industriegebiet entstehen Wohncontainer für Arbeiter.

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Gesprengt wird, wenn der Fels zu kompakt ist. Foto: Brigitte Scheiffele

Seit den beiden ersten Probesprengungen waren an der Tunnelbaustelle Widderstall von der Deutschen Bahn keine weiteren Sprengungen mehr notwendig. Erste Bereiche haben sogar ihr Endniveau erreicht, auch die Schalungen für das Tunnelgewölbe sind bereits sichtbar und aufgebaut. Die Deutsche Bahn bestätigte den Erfolg der ersten Sprengmaßnahmen. Seither sollen sie nach Bedarf gesteuert werden, je nachdem, ob die Bagger auf kompakten Fels stoßen oder nicht.

Die in den vergangenen Tagen besonders in der Gemeinde Merklingen hörbaren Sprenggeräusche kamen nicht von dieser Baustelle und dürften den Bauarbeiten in Hohenstadt zugeordnet werden.

Für die Arbeiter, die noch längere Zeit auf den Baustellen beschäftigt sind, hat die Gemeinde Merklingen in der jüngsten Ratssitzung genehmigt, dass die Wohncontainer für eine befristete Zeit im Industriegebiet aufgestellt werden dürfen. Das sind sechs Container einschließlich der Sanitäranlagen sowie einem Koch- und Essenscontainer. Und Parkplätze. Das Ganze geschah in Abstimmung mit den Nachbarn. Im Gewerbegebiet gehe es um Zweckmäßigkeit und nicht um Schönheit, auf jeden Fall handele es sich aber um eine vorrübergehende Lösung, bestätigte Bürgermeister Sven Kneipp.

Der Mietvertrag sei mit einer monatlichen Zahlung an die Gemeinde vereinbart worden. Nach einem Jahr soll die Fläche so wieder hergestellt werden, wie sie vorher aussah. "Es werden noch weitere Flächen gesucht, auch Mietraum ist in Merklingen sehr gefragt", betonte Kneipp. Noch immer sucht eine Baufirma nach Räumen für drei ihrer Arbeiter. 25 Leute sind derzeit auf der Baustelle Widderstall tätig.

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