Neu gestalteter Lonetalweg mit Manuel Andrack eröffnet

Der neu gestaltete Lonetalwanderweg ist am Wochenende eröffnet worden. Mit dabei: Wanderprofi Manuel Andrack. Der Entertainer bekam eine geballte Ladung schwäbische Kulturgeschichte verpasst.

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„Es juckt in den Füßen“, sagte der Heidenheimer Landrat Thomas Reinhardt, als er am Samstag aus dem Fenster der Gaststätte „Schlössle“ in Rammingen-Lindenau schaute. Dort schob der Wind vereinzelte Wolken über einen strahlend blauen Himmel. Für die Eröffnung des neu gestalteten Lonetalwanderwegs war bestes Wetter angesagt. Um die 100 Wanderfreunde waren zum Start des Kreis und Gemeinde übergreifenden Projekts gekommen, darunter Manuel Andrack, früherer Co-Moderator von Harald Schmidt und jetzt professioneller Wandervogel. Mit der Neugestaltung der Hälfte des insgesamt 60 Kilometer langen Wegs würden verschiedene Wege verknüpft, einmalige Fundstätten angesteuert und Fußgängern das Wandern abseits von asphaltierten Wegen schmackhaft gemacht, sagte der Langenauer Bürgermeister Wolfgang Mangold: „Für Radfahrer gibt es schon lange gut ausgeschilderte Wege. Nun können auch ortsunkundige Wanderer schöne Strecke finden.“ Gekostet hat das alles 56.000 Euro, vom Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum gab es einen Zuschuss von 30.500 Euro.

Noch einen juckte es in den Füßen: Manuel Andrack. Am Vorabend hatte der Moderator und Autor das Publikum mit seinem Programm „Lachen Sie sich Blasen“ im Langenauer Pfleghofsaal begeistert, nun machte er sich mit Günther Krämer vom BUND an der Spitze des Pulks auf den 11,5 Kilometer langen „Neandertalerweg“. Krämer hat die Strecke mit vielen fleißigen Helfern nach den Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbands erarbeitet. Andrack bekam auf der Strecke eine geballte Ladung Kulturgeschichte verpasst. Unerschöpflich schien Kramers Wissen über Dolinen, Zeugnisse römischer Besatzer und natürlich besonders die kulturelle Wiege der Menschheit: die Lonetalhöhlen Bockstein, Hohlenstein und Vogelherd.

Von den weltweit ältesten Kunstwerken war Andrack tief beeindruckt. Er werde ihnen einen Abschnitt in seinem geplanten Buch über Wanderwege an großen Kulturstätten Europas widmen. Nicht nur die Kulturgeschichte beeindruckte den gebürtigen Kölner, sondern auch die Wegeführung. Im Gegensatz zum eigentlichen, vom Kalkabbau aber vollständig zerstörten Neandertal bei Düsseldorf sei die Landschaft hier intakt. „Die Route bietet reizvolle Ausblicke und ist für Wanderer ein lohnenswertes Ziel“, sagte der 49-Jährige.

Der prominente Wanderfreund, der fleißig alle Fragen beantwortete und sein Wissen preisgab, lockte etliche Gäste von auswärts an: Mit Enrico Antoni (31) und Diana Trauvetter (30) aus Aalen auch nicht ganz typische Wanderer. Sie seien Fans von Harald Schmidt und somit auch von dessen „Sidekick“ Andrack. Georg (68) und Hedwig Kleiber (64) aus Günzburg kennen das Lonetal bereits und nutzten den Tag, um den Promi und einen bislang weniger bekannten Weg kennenzulernen. Wie Andrack waren sie für den neuen Lonetalweg voll des Lobes: „Klasse und längst überfällig.“ Nicht nur am Weg fanden die Teilnehmer Gefallen, auch an Manuel Andrack. Von allen Seiten wurde seine Freundlichkeit gelobt, die gänzlich ohne Starallüren auskomme: „A netter Ma“, wie eine ältere Frau es sagte.

Lonetalwanderweg und seine Rundwege

Lonetalwanderweg Von Amstetten-Bahnhof bis Hermaringen ist er rund 60 Kilometer lang und verläuft teilweise auf Wegen des Schwäbischen Albvereins und dem Albschäferweg des Landkreises Heidenheim. Der Weg ist unterteilt in verschiedene Rundwanderwege:

Fohlenhausrunde 10 Kilometer lang, Zuwege von Neenstetten, Börslingen und Wanderparkplatz Salzbühl bei Bernstadt.

Neandertalerweg 11,5 Kilometer lang, Zugänge zwischen Bissingen und Öllingen, zwischen Bissingen und Stetten sowie in Lindenau.

Albschäfer-Höhlengang Neun Kilometer lang, Zugänge rund um den Vogelherd, in Stetten und an der Charlottenhöhle.

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