Nachverdichtung erwünscht - Bau von Mehrfamilienhäuser nicht gesichert

Mit dem Bau von fünf Mehrfamilienhäusern an der Widmannstraße ist der Bauausschuss des Laichinger Gemeinderats einverstanden. Trotzdem bleibt ein Fragezeichen. Wegen eines landwirtschaftlichen Betriebs.

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Auf dem Gelände des ehemaligen Holzhandels Wegst an der Widmannstraße in Laichingen sind fünf Mehrfamilienhäuser geplant.  Foto: 

Nachdem der Gutachter und Auktionator Guntram Zanker seinen Verkauf von Insolvenzware von Laichingen nach Buch im Landkreis Neu-Ulm verlagert hat, könnten auf dem bisherigen Firmengelände bald fünf Mehrfamilienhäuser entstehen. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat sich mit einer entsprechenden Bauvoranfrage befasst. Die Planungen sehen zwei Gebäude mit jeweils fünf Wohnungen sowie drei Häuser mit je acht Wohnungen an der Widmannstraße vor. Alle sind zweigeschossig geplant.

Für das Gebiet besteht kein Bebauungsplan, so dass die Umgebungsbebauung maßgeblich für eine Zustimmung ist. Wie Sachbearbeiter Matthias Strähle den Räten in der Sitzung darlegte, überschreiten überbaute Fläche und Geschossfläche um rund zehn Prozent das vergleichbare Maß im benachbarten Umfeld. Das Vorhaben füge sich entsprechend dem zu prüfenden so genannten Harmoniegebot "gerade noch" in die nähere Umgebung ein.

Auch im Hinblick auf die angestrebte Nachverdichtung im Innenstadtbereich empfahl die Verwaltung den Räten, dem Bauherrn eine Zustimmung für sein Vorhaben zu signalisieren. Eben aus diesem Grund der Nachverdichtung lobten die Räte die Planung. Der Bauherr hat allerdings noch eine weit höhere Hürde zu nehmen: In der Nachbarschaft befindet sich ein landwirtschaftlicher Betrieb. Das Landratsamt muss nun klären, ob das Bauvorhaben mit dem Immissionsschutz, der in einem bestimmten Radius um den Betrieb gilt, kollidiert. Erst wenn auch diese Frage zugunsten des Bauherrn geklärt ist, werde er als Investor den Bau der Häuser angehen.

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