Nach Quälerei: Bienenvolk wird wieder aufgepäppelt

Die Polizei hat noch keine Spur, wer die 15.000 Bienen in Blaustein vergiftet hat.

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So richtig fassen kann Andreas Schneider es noch immer nicht: Dass irgendwer tatsächlich so fies sein kann und ein Bienenvolk einfach vergiftet. Auch die Schüler und Lehrer der Blausteiner Eduard-Mörike-Schule verstehen die Gift-Attacke auf eines ihrer beiden Bienenvölker nicht, die sie mit Imker Schneider im Rahmen eines vom Land geförderten Projekts betreuen. Passiert ist es dennoch. Am 3. April hat Schneider die toten Bienen im unteren Bereich des Stocks entdeckt. Dort befindet sich das Einflugloch, durch das das Gift vermutlich eingesprüht worden ist. Vermutlich von jemandem, der sich auskennt. Alle 15.000 toten Bienen seien nass gewesen. Dass sie vergiftet wurden, daran bestehe kein Zweifel. „Denn das Volk war nachgewiesenermaßen gesund“, sagt Schneider. Um welches Gift es sich handelt, sei noch nicht klar.

Der Teil des Bienenvolks, der sich in der oberen, abgeschlossenen Zarge des Stocks befunden hat, überlebte samt Königin. Glücklicherweise sei die Gift-Attacke früh entdeckt worden, sagt Schneider. Er habe daher schnell alle verseuchten Teile entfernen und so Schaden vom Rest des  Volkes abwenden können. Neue Erkenntnisse hat die Polizei noch nicht. Andreas Schneider weiß, dass an besagtem Tag einige Jugendliche auf dem Gelände gesehen wurden, die auch ein Waldhaus zerstört haben sollen. Ob diese auch die Bienen getötet haben, vermag er nicht zu sagen.

Er werde den Rest des Bienenvolks nun mit den Schülern aufpäppeln: „Der erste Frühjahrsblütenhonig wird uns halt fehlen.“ Ihm sei die Freude der Kinder das Wichtigste. „Die sind so happy mit den Bienen.“ Und begeistert vom Honig, den sie liefern. Dass man die Tiere dafür gut behandeln muss, lernen die Blausteiner Grundschüler bei Andreas Schneider auch.

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