Musikverein Illerrieden feiert 60. Geburtstag auf besondere Art

Der Musikverein Illerrieden feierte seinen 60. Geburtstag am Freitag auf besondere Art und Weise: in der Heilig-Kreuz-Kirche. Eine ganz spontane Idee hatte Erfolg.

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60 Jahre Musikverein Illerrieden: Aus diesem Anlass gab es ein Konzert in der Heilig-Kreuz-Kirche.  Foto: 

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Musikverein Illerrieden im Mai einen runden Geburtstag gefeiert. Ganz ohne Veranstaltung wollte man das 60-jährige Jubiläum dann aber doch nicht verstreichen lassen, wie Vorsitzender Ralph Matousch betont. Und weil die Serenaden in der Vergangenheit oft verregnet waren, setzte man auf ein Kirchenkonzert. Die Idee, in die Kirche zum Musizieren zu gehen, sei sehr spontan gekommen. Schnell sei aber klar gewesen, dass der Verein an diesem Ort ein ganz besonderes Konzert geben könnte: "Wir traten in sechs Jahrzehnten Vereinsgeschichte immer wieder mal in Kirchen auf, und so kamen wir auf die Idee, einen Querschnitt der Melodien zu präsentieren, die wir dort irgendwann einmal gespielt haben", berichtete der Dirigent Benedikt Stocker.

Die Illerriedener Heilig-Kreuz-Kirche war am Freitagabend deshalb Schauplatz dieses besonderen Konzerts. Es waren dann auch überwiegend konzertante Stücke, die Konzertbesucher zu hören bekamen. "Highland Cathedral" im Arrangement von Siegfried Rundel und "Yellow Mountains" von Jacob de Haan eröffneten und beschlossen das Programm. Mit Titeln wie "Amen" und "St. Thomas-Choral" von Pavel Stanik erschloss sich den Zuhörern auch die religiöse Dimension der Blasmusik.

Dank der exzellenten Akustik waren besonders bei den konzertanten Stücken auch die leiseren Töne zu hören, die sonst im Festzelt oder in Turnhallen so leicht verschwinden: Der selten gespielten Bassklarinette entlockte Matthias Stocker, der auch durch das Programm führte, wunderbar weiche Töne.

Den meisten Applaus bekam allerdings Katrin Regenbogen, die ihre Stimme dem Musical-Stück "Ich gehör nur mir" lieh. Nach der ersten Zugabe, "Halleluja" von Leonard Cohen durfte die Musikschul-Preisträgerin ihr Lied noch einmal singen. Das zutiefst gerührte Publikum quittierte dies mit lang anhaltendem stehendem Applaus, der in Illerrieden sonst nur sehr sparsam gespendet wird.

Sehr angetan zeigte sich Gründungsmitglied Gottlieb Vogt. "Es war ein ganz besonders Konzert", war der 87-Jährige begeistert. Es hätten auch gerne mehr Zuhörer sein dürfen, meinte Vorsitzender Matousch im Anschluss. Das soll sich aber nach Ansicht der Gäste beim nächsten Mal ändern, wenn es wieder so ein Angebot gibt. "Denn alle wollen wiederkommen und werden Werbung machen", sagte ein noch sichtlich gerührter Besucher.

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