Mobilheime genehmigt

Auf dem Campingplatz Heidehof in Machtolsheim dürfen zwei Mobilheime bleiben. Der Bauausschuss hat einstimmig zugestimmt.

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Zwei Mobilheime will Marc Schnabel, der Geschäftsführer des Campingplatz Heidehof, nachträglich genehmigen lassen, nachdem sie seit 2012 auf dem Areal stehen. Denn solche Mobilheime sind genehmigungspflichtig. Mit dem entsprechenden Bauantrag hatte es jetzt der Bauausschuss zu tun - und genehmigte ihn letztendlich einstimmig.

Martin Schwenkmezger sah die Gefahr, dass aus dem Campingplatz irgendwann einmal ein Wohngebiet werden könne, wie dies am Beispiel des Hohenstadter "Waltertal" gelaufen sei, sehr wohl. Die Stadtverwaltung in Persona von Matthias Streil und Bürgermeister Klaus Kaufmann konnten nur Vermutungen äußern, weil der Geschäftsführer in der Sitzung nicht anwesend war. Das Areal, wo die Mobilheime stehen, liege weit ab vom Campingplatzbereich und die Charakteristik des Platzes werde eingehalten, meinte der Bürgermeister. Zudem heiße es in dem Bauantrag, dass die Gebäude dafür gedacht sind, wechselnde Feriengäste für begrenzte Zeiträume unterzubringen. Andere Räte, wie Anton Wenzel, meinten daher, dass hier eher einem Trend nachgegangen werde, wie er in vielen Campingplätzen, auch in den Nachbarländern, zu beobachten sei.

In Anbetracht dieser Argumente war das Gremium bereit, dem Baugesuchs zuzustimmen und zudem eine notwendige Befreiung zu erteilen. Denn, obwohl die Mobilheime gerade mal 7,30 Meter lang und 3,90 Meter breit sind, überschreitet sie die Baufenster.

Im Nachhinein bestätigt Marc Schnabel auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE, dass der Zweck des Campingplatzes, selbst auf dem separat ausgewiesenen Dauercamperareal, nicht geändert werde. "Ein Dauerwohnen oder eine Änderung des Areals in ein Wohngebiet steht nicht zur Diskussion." Die Mobilheime stünden schon seit 2012 auf dem Platz, als der noch unter der Ägide seiner Vorgängerin geführt wurde. "Ich habe erst jetzt erfahren, dass in Deutschland solche Mobilheime, obwohl sie jederzeit weggefahren werden können, eine behördliche Genehmigung brauchen", sagt Schnabel.

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