Minister Schmid besucht Mack in Dornstadt

Können andere Mittelständler von Mack in Dornstadt lernen? Ja, meint Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. Stichwort Industrie 4.0.

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Mit einer Maschine, die er auf dem Dachboden des Wohnhauses in Tomerdingen installierte, hat sich Franz Mack vor 30 Jahren selbstständig gemacht. Inzwischen beschäftigt das in Dornstadt ansässige Unternehmen etwa 220 Mitarbeiter. Davon sind 60 bei der im vergangenen Jahr aus der Insolvenz übernommenen Firma Eggert in Burgrieden (Kreis Biberach) beschäftigt. Am Dienstag hat der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) das Unternehmen besucht und erfahren: In Sachen vernetzter Produktion ist Mack ein Vorreiter.

Alexander Mack, zusammen mit seinem Vater Geschäftsführer, hat für die Dentalsparte des Unternehmens eine Prozesskette entwickelt, die vor zweieinhalb Jahren mit dem Branchenpreis "Machining Expert Award" ausgezeichnet wurde. Vereinfacht gesagt, werden Zahnersatz-Bestandteile innerhalb von 24 Stunden hergestellt. Möglich macht das die Vernetzung der einzelnen Schritte von der Bestellung bis zur Auslieferung. Inzwischen können Mack-Kunden auch andere maßgefertigte Werkstücke online bestellen. Auch wenn die Internet-Anbindung am Firmensitz nicht besonders leistungsfähig sei, bezeichnet Franz Mack die Prozesskette als "gigantisch gut".

Von dieser Erfahrung könnten auch andere mittelständische Firmen profitieren, meint Minister Schmid und bot Mack die Mitarbeit in der "Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg" an. Mit dieser Initiative sollen Kompetenzen aus Produktions-, Informations- und Kommunikationstechnik gebündelt und weitervermittelt werden.

Bei Mack steht indessen schon der nächste Innovationsschritt bevor: Selective Laser Melting. Mit diesem Verfahren werden Metall-Bauteile dreidimensional hergestellt. Die entsprechende Maschine - eine Art 3-D-Drucker - will Mack für seine Zwecke perfektionieren.

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