Messerstecher aus Thalfingen in Haft: Viele Fragen offen

Die Hintergründe im Thalfinger Messerstecher-Fall bleiben unklar. Laut Polizei könnten gescheiterte Autogeschäfte zu der Tat geführt haben.

|

Die Polizei hat ihre Ermittlungen im Thalfinger Messerstecher-Fall nahezu abgeschlossen, obwohl noch einige Fragen offen sind. In den kommenden Tagen sollen die Akten der Staatsanwaltschaft übergeben werden, die dann darüber entscheidet, ob in dem Fall Anklage erhoben wird. Wie berichtet, wurde Ende Juli ein 19-Jähriger bei der Auseinandersetzung zweier Gruppen im Elchinger Ortsteil Thalfingen mit einem Messer verletzt. Der mutmaßliche Messerstecher sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei ermittelt gegen den 23-Jährigen aus dem Kreis Neu-Ulm wegen versuchten Totschlags. Das Opfer hatte nach Angaben der Ermittler großes Glück: Der Mann wurde bei der Attacke lediglich leicht verletzt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass acht junge Männer aus dem Raum Ulm an der Auseinandersetzung am 28. Juli kurz vor Mitternacht in der Nähe des Thalfinger Bahndamms beteiligt waren. Sie sind alle ermittelt. Der Hauptverdächtige hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. "Besonders gesprächig sind auch die anderen nicht", sagt Ulrich Feistle, Sprecher der Kriminalpolizei Neu-Ulm. Die Gruppen hätten die Angelegenheit unter sich ausmachen, nichts "an die große Glocke" hängen wollen. "Ein Augenzeuge" aber habe dann doch die Polizei verständigt.

Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar. "Es ging möglicherweise um Autogeschäfte", sagt der Kripo-Sprecher. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die beiden Gruppen offenbar einige Tage vor der Tat in Thalfingen auf dem Burger-King-Parkplatz an der Blaubeurer Straße in Ulm aneinandergeraten. Ein Unbekannter schlug dort dem Fahrer eines roten BMW mit der Faust ins Gesicht.

Die Ermittler haben die Wohnungen der Beschuldigten durchsucht und Beweismaterial sichergestellt, wie es heißt. Ein Zeugenaufruf brachte hingegen keine weiteren Erkenntnisse. Die Polizei hatte in Thalfingen 200 Flyer verteilt. Ohne Erfolg. Offenbar gab es keine Passanten, die die Tat beobachtet haben.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

52-Jähriger tötet Freundin und springt von Autobahnbrücke

Ein kreisender Hubschrauber hat am Mittwochabend im oberen Filstal für Aufsehen gesorgt. Ein 52-Jähriger hatte sich vom Maustobelviadukt in den Tod gestürzt. Zuvor hatte er im Landkreis Ludwigsburg seine Freundin getötet. weiter lesen