Mehr Betreuung erwünscht

An der Nellinger Grund- und Werkrealschule soll das Betreuungsangebot erweitert werden. Das Interesse der Eltern ist da. Der Rat will nun den Bedarf abklären, um dann ein Konzept auf die Beine zu stellen.

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Der Nellinger Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, das Betreuungsangebot an der Grundschule mit Außenstelle der Dornstadter Bühl-Werkrealschule zu erweitern. Zum einen haben Eltern einen Bedarf angemeldet, zum anderen stehen zum neuen Schuljahr die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung. Noch vor den Sommerferien soll ein Gesamtpaket geschnürt werden, um allen Beteiligten Planungssicherheit zu geben. Das ist die Quintessenz aus der Ratssitzung am Montagabend, in der sich das Gremium ausführlich mit dem Thema beschäftigt hat.

Zu Beginn der Sitzung haben sich die Ratsmitglieder mit interessierten Eltern und den Rektoren Stefan Fauser (Grundschule) und Cornelia Euchner (Werkrealschule) vor Ort ein Bild von den 1,5 Millionen Euro teuren Umbaumaßnahmen an der Schule gemacht. Dort wird derzeit in einem zweiten Bauabschnitt das über 40 Jahre alte Nebengebäude energetisch saniert und erweitert. Prunkstück ist der Anbau zum Schulhof hin, wodurch Platz geschaffen worden ist für ein zusätzliches Klassenzimmer, einen Mehrzweckraum und einen Kursraum. "Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan", erklärte Architekt Volker Pfeiffer und versprach, dass bis zum neuen Schuljahr die Räume fertig seien.

Bei seiner Besichtigungstour legte der Gemeinderat letzte Details für den Ausbau fest: So soll als Bodenbelag etwa ein oranger Linoleumparkett verlegt werden. Weitere Entscheidungen betrafen die Deckenleuchten sowie die beiden Trennwände und die Akustikdecke für den Mehrzweckraum. Letzterer soll für die Schülerbetreuung und für den angedachten Mittagstisch dienen. Zusätzlich kann er auch von Vereinen und Privatpersonen genutzt werden, wie Kämmerer Werner Zimmermann erläuterte. Hierfür ist eigens ein weiterer Eingang geschaffen worden, damit bei außerschulischen Veranstaltungen die Besucher keinen Zugang zu den übrigen Räumen haben. Architekt Pfeiffer soll nun mit dem Geislinger Albwerk eine Kücheneinrichtung für den Mehrzweckraum planen. Ob diese dann auch installiert wird, will der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Die Schule bekommt auch eine neue, etwas vergrößerte Pausenhofüberdachung zwischen Neben- und Hauptgebäude. Pfeiffer plädierte für eine "einfache Stahlkonstruktion, die nicht so wuchtig wirkt". Hierfür arbeitet der Planer zwei Varianten mit Kostenschätzungen aus. Grünes Licht gaben die Räte auch für ein Buswartehäuschen, das sich laut Bürgermeister Franko Kopp viele Eltern wünschen. Der Unterstand soll eine ähnliche Bauform wie die Überdachung bekommen.

Im Sitzungssaal haben sich die Räte im Anschluss weiter mit der Schule befasst - dabei ging es in erster Linie um das Betreuungskonzept. Cornelia Euchner kann sich dem Wunsch einiger Eltern entsprechend einen Unterricht für die Werkrealschüler an zwei Nachmittagen vorstellen - "das gibt der Stundenplan her". Zusätzlich könnte an einem dritten Nachmittag eine Hausaufgabenbetreuung vorgesehen werden - alles in Kombination mit einem Mittagstisch. "Das erhöht die Attraktivität des Schulstandorts", sagte die Rektorin. Dem pflichtete Bürgermeister Kopp bei: Nur durch gute Angebote könne man die Eltern überzeugen, ihre Kinder nach Nellingen zu schicken.

Diskutiert wurde im Rat auch der Antrag von sechs Eltern, die sich eine Verlängerung der Kernzeitbetreuung von derzeit 12.30 auf 14 Uhr an der Grundschule wünschen. Das Ansinnen wurde grundsätzlich begrüßt, "allerdings müssen wir wissen, wie groß das Interesse insgesamt ist", meinte Hans-Peter Monzel. Deshalb soll nun übers Mitteilungsblatt eine Umfrage gestartet werden. Anhand dieser Bedarfsanalyse will dann der Rat möglichst schnell ein Gesamtkonzept für die Kinderbetreuung an der Schule erarbeiten.

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