Mehr als "Sitz" und "Platz"

Mit Bravour hat die Ortsgruppe Blautal des Schäferhunde-Vereins den Wettbewerb der württembergischen Landesausscheidung gemeistert. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das neue Vereinsheim eröffnet.

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Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst heißen die drei Disziplinen, in denen 41 Hundeführer mit ihren Deutschen Schäferhunden in Blaustein-Wippingen antraten. Einmal im Jahr findet die Landesausscheidung des Vereins für Deutsche Schäferhunde statt, die besten Teams vertreten Württemberg bei den Deutschen Meisterschaften. Diesmal war die Wahl auf Wippingen als Austragungsort gefallen. "Wir sind stolz, eine solche Veranstaltung organisieren zu dürfen", sagte Harald Mürdel, seit Januar Vorsitzender des Blausteiner Vereins. Mürdel ist in Sachen Hundesport sehr erfahren, wurde er doch mit seinem Ausnahme-Hund "Quasi von der bösen Nachbarschaft" 1998 Weltmeister in Boston/USA.

Am Wochenende waren 40 Helfer vor Ort, darunter auch Mitglieder des Wippinger Sportvereins. So viel Einsatz zahlte sich aus: Die Rückmeldung der Besucher und Teilnehmer war positiv. Erst seit 2014 nutzt die Ortsgruppe Blautal den Platz beim Wippinger Sportgelände, nachdem sie wegen der Erweiterung des Wohnbaugebiets "Pfaffenhau 5" ihr bisheriges Domizil in Ehrenstein verlassen musste. Mit einem Betrag von rund 220.000 Euro der Stadt Blaustein wurde als Anbau an das Sportheim ein neues Vereinsheim des Schäferhundevereins errichtet. Bürgermeister Thomas Kayser hat das Gebäude jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Wohl fühlten sich in Wippingen auch die Vierbeiner, was sich an guten Leistungen zeigte. Bei der Fährtenarbeit wurden auf einem Feld drei Gegenstände versteckt, die das Tier finden musste. Punkte vergaben die Richter für die Aufnahme der Witterung, eine "tief suchende Nase" und das Finden der Gegenstände. Der Verein benötigte das Einverständnis der Landwirte und Jagdpächter. Mürdel lobte die gute Zusammenarbeit. Auf dem besagten neuen Platz bestritten Hund und Herrchen die Aufgaben der Kategorien "Unterordnung" und "Schutzdienst". "Sitz, Platz, bei Fuß", hieß es bei der Unterordnung. Möglichst schnell und präzise sollten die Hunde die Befehle ausführen. Das Apportieren eines Holzstückchens durfte bei den Aufgaben nicht fehlen. Dabei ging es für die Hunde über eine einen Meter hohe Hürde sowie über eine 1,80 Meter hohe Schrägwand. Sechs Verstecke liefen die Tiere bei der Übung "Schutzdienst" an, im letzten versteckte sich ein Mann mit angelegtem Schutzhandschuh, in den der Hund beißen musste. "Die Hunde werden nicht darauf trainiert den Menschen anzugreifen, sondern sind auf den Handschuh ausgerichtet", sagte Mürdel.

Platzierungen

Qualifiziert Die ersten drei Plätze der Landesausscheidung qualifizieren sich für den Bundeswettbewerb. Den ersten Platz belegte in Wippingen Hans-Joachim Kopp aus Lauffen mit seinem Hund Hank vom schwarzen Bär. Zweiter wurde Ronald Brenner aus Esslingen mit Berry vom Waisagrund. Auf dem dritten Rang landete Peter Goldbach aus Talheim mit Juras Anrebri.

 

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