Flugplatzfest in Sonderbuch

Das Flugplatzfest in Sonderbuch kann unabhängig vom Wetter auf ein treues Stammpublikum zählen. Viele Besucher bestaunten die Maschinen am Boden und in der Luft.

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Fliegen die Flugzeuge gerade mal nicht durch die Luft, können die vielen Besucher die Modelle am Boden bestaunen.  Foto: 

„Im Großen und Ganzen hatte wir wieder einmal Glück mit dem Wetter, so dass fast das ganze Programm durchgezogen werden konnte“, sagte gestern Manfred Stüber, der Vorsitzende der Fliegergruppe Blaubeuren, zum Flugplatzfest in Blaubeuren-Sonderbuch. Am Himmel boten Segel- und Motorflugzeuge, Modellflugzeuge, Oldtimer und moderne Modelle ein Flug-Spektakel, am Boden konnten die Maschinen aus der Nähe bestaunt werden.

Stammgast Johann Britsch, „der fliegende Gastwirt aus Finningen“ konnte wegen einer Erkrankung diesmal nicht an dem Fest teilnehmen, kurzfristig war für ihn Kai Joppich aus Memmingen als Pilot eingesprungen, der dann mit der 360 PS starken Pitts Special S1 „Super Stinker“ mit dröhnendem Motor spektakuläre Figuren in den Himmel zeichnete. Leise dagegen glitten Philipp Söll und Thomas Vöhringer mit der Lo 100, beide von der Blaubeurer Fliegergruppe, bei ihren Segelkunstflugvorführungen durch die Lüfte.

Oldtimer macht alles mit

Zum ersten Mal war Gerhard Welte aus Illertissen mit seiner Bücker Jungmann in Sonderbuch. „Man sieht, ich hab kein Wetter gescheut.“ Sein Flugzeug ist ein echter Oldtimer, das Standardschulflugzeug der Luftwaffe hob zum ersten Mal 1934 vom Boden ab. Welte hat die Maschine 2004 gekauft, in einem Topzustand, wie er sagt. Seitdem absolvierte er darin 1200 Flugstunden – und ist nach wie vor begeistert. „Das Flugzeug ist voll kunstflugtauglich und macht einfach alles mit.“

Eine Rarität ist auch die Do 27 mit hervorragenden Start- und Landeeigenschaften. Schon nach 250 Metern erreicht sie eine Flughöhe von 15 Metern und braucht aus dieser Höhe für die Landung bescheidene 183 Meter.

Mit Martin Hoffmann, in Kunstflugkreisen Humpty genannt, war ein renommierter Kunstflieger, Mitglied der Nationalmannschaft und WM-Teilnehmer, in Sonderbuch zu Gast. In seiner Fox mit Doppelsitz nimmt er gelegentlich Fluggäste mit zum Kunstflug. Das müsse man aber vorsichtig angehen, zunächst einen Looping machen und den Passagier dann fragen, wie es ihm geht. „Wenn der signalisiert, dass es für ihn eine tolle Sache ist, kann ich richtig Gas geben.“

Holprige Landung

Zwar flog niemand bei Martin Hoffmann mit, doch Rundflüge wurden ohnehin in anderen Flugzeugen angeboten. Matthias Werner und Bettina Herrmann aus der Nähe von Ludwigsburg waren eher zufällig nach Sonderbuch gekommen. Sie hatten das Wochenende in Bayern verbracht und wollten dort einen Hubschrauberflug genießen, der aber wetterbedingt ausfiel. Auf dem Heimweg sahen sie ein Hinweisschild für das Sonderbucher Flugplatzfest, machten sich kurzentschlossen auf den Weg und gönnten sich einen Rundflug über Blaubeuren. „Schön war’s“, kommentierte Werner hinterher, „nur die Landung war etwas holprig“. Das sei aber nicht dem Piloten geschuldet, sondern der unebenen Wiese.

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