Lonseer feiern Eröffnung des Kunstrasenplatzes

Unbekannte Flugobjekte in Lonsee: Gummistiefel und Bälle fliegen durch die Luft, die Gemeinde gibt sich auf dem Eröffnungsfest für den Kunstrasenplatz sportiv.

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Die Taekwondo-Kinderabteilung des SV Lonsee zeigte am Samstag auf dem neuen Kunstrasenplatz, was sie kann.  Foto: 

Die Menschen in der Gemeinde Lonsee haben sich sportlich, gegeben, man könnte meinen: Ganz Lonsee hat einen Bewegungsdrang. Das zumindest zeigte sich am vergangenen Samstag zur Eröffnung des Kunstrasenplatzes und der Laufbahnen an der Mühlbachhalle. Statt den Nachmittag mit Reden und stundenlangem Hocken auf der Bierbank zu verbringen, trieben die Besucher größtenteils selbst Sport.

Doch bevor die Besucher an den Stationen ihr sportliches Können unter Beweis stellen konnten, galt die Aufmerksamkeit der offiziellen Eröffnung des künstlichen Grüns. Für Bürgermeister Jochen Ogger ist der Kunstrasenplatz an der Mühlbachhalle Abschluss und Höhepunkt einer ganzen Reihe von Modernisierungsmaßnahmen. Vor sieben Jahren sei die Mühlbachhalle auf Vordermann gebracht, vor zwei Jahren der Lonesee neu gestaltet worden. Recht bald sei der Gedanke aufgekommen, den Hartplatz in ein Kunstrasenspielfeld umzuwandeln. Allerdings war dabei der Biergarten des Eisstock- und Kegelclubs (EKC) im Weg.

Man überlegte und fand schließlich eine Lösung. Die Lonseer verlegten den Biergarten an den Hang, die dazugehörige Hütte wird bald an anderer Stelle aufgebaut. „Das ist eine Superlösung“, sagte der EKC-Vorsitzende Marco Constanza. „Der neue, terrassenförmige Biergarten ist viel schöner als der alte und wir bekommen sogar eine neue Hütte, weil die alte beim Abbau zerbrochen ist.“ Und die Gemeinde übernehme die Kosten.

Auch der SV Lonsee ist mit dem neuen Kunstrasenplatz zufrieden. Man warte schon seit 1989 darauf, und das lange Warten habe sich gelohnt. „Jetzt können unsere Leichtathleten wieder regionale Wettkämpfe austragen“, sagt Werner Steinmetz, der zweite Vorsitzende.

Drei Monate dauerten die Bauarbeiten, die insgesamt 450.000 Euro gekostet haben. Davon allerdings muss die Gemeinde nur die Hälfte bezahlen, das Land steuert aus dem Topf der Sportstättenförderung 80.000 Euro, aus dem Ausgleichsstock weitere 110.000 Euro hinzu.

Federführend bei der Umsetzung war das Planungsbüro Conceptplan4 aus Waldbronn. Dessen Inhaber Franz Carlo Lehmann lobte die Gemeinde, dass sie so viel in den Sport investiere. Den Platz sieht er als „Steigerung der Lebensqualität in Lonsee“.

Zur Eröffnungsfeier hatte SV Lonsee zwölf Spielstationen vorbereitet, nicht nur für die Kinder. Hier konnten sich Besucher sportlich austoben, vereinzelt traten ganze Familien gegeneinander an und maßen sich an den Stationen im sportlichen Geschick. An einer war Familie Schäch gerade dabei, einen Tischtennisball auf einem Schläger zu balancieren und durch einen Parcours zu laufen. Vater Andreas schaffte zehn Punkte, seine neunjährige Tochter Jasmin und seine Frau Andrea hingegen deutlich weniger. „Es motiviert meine Tochter viel mehr, wenn wir Eltern auch mitmachen dürfen“, sagte Andrea Schäch.

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