Locker bebaut und viel Grün Städtebaulicher Wettbewerb in Staig

Viel Grün und eine lockere Bebauung mit Wohnhäusern: So stellt sich das Stuttgarter Büro Baldauf die Gestaltung im Staiger Teilort Altheim vor. Der Gemeinderat stimmte dem zu. Erstes Objekt ist der neue Bauhof.

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Sportgelände, Verbandsschule, Gemeindehalle, Marienkirche - und viel Platz drumherum: Das ist das rund 15 Hektar große Areal zwischen der Ortsmitte von Altheim und der Straße nach Unterweiler (Landesstraße 1242). Die Gemeinde Staig will dort zum einen Kleingewerbe ansiedeln - als erstes Objekt wird dort der neue Bauhof der Gemeinde gebaut (wir berichteten). Zum anderen soll dort aber auch Wohnbebauung Platz finden. Wie das große Areal insgesamt gestaltet werden könnte, dafür hatte der Gemeinderat einen städtebaulichen Wettbewerb ausgeschrieben. Ergebnisse lieferten die Stuttgarter Büros Baldauf sowie Wick und Partner und auch das Büro Clemens Künster aus Reutlingen. Über deren Vorschläge beriet das Gremium in seiner Sitzung am Dienstag,

Bei der Vorstellung durch den als Berater engagierten früheren Kreisbaumeister Rudi Nerlich zeigte sich schnell, dass klarer Favorit der Plan des Büros Baldauf war. Das bestätigte die Abstimmung: acht Gemeinderäte stimmten für dessen Entwurf, drei dagegen, einer enthielt sich. Für Baldauf sprach aus Sicht des Gremiums unter anderem, dass er die neue Erschließungsstraße von der L 1242 bis etwa zum Feuerwehrgebäude - also dem gewerblichen Teil des Gebiets - nicht in einem Zug durchführt. Vielmehr plant er zwei Kreuzungen ein. Das verlangsame den Verkehr deutlich, auch würden dadurch nicht so viele auswärtige Autofahrer durch die Jahn- und Uhlandstraße in die Ortsmitte fahren, argumentierte zum Beispiel Andreas Schneider.

Breite Zustimmung fand die Form der Wohnbebauung des Baldauf-Vorschlags: In den Obstgärten zwischen Feuerwehr und den älteren Altheimer Häusern sollen eingestreut einzelne Häuser entstehen, im weiteren Verlauf zu Wohnhöfen gruppierte Einfamilien- und Doppelhäuser. Eine moderne, aber zugleich ökologische Form, die auch generationsübergreifendes Wohnen möglich mache, lobte Regina Rehm. Anerkennung auch für den neuen Fußweg vom Rathaus zur Marienkirche. Entlang des Wegs sieht Baldauf eine üppige Bepflanzung vor, die sich als grünes Band die Uhlandstraße entlang, hinter der Feuerwehr als Puffer zwischen Wohn- und gewerblicher Bebauung bis zur L 1242 zieht.

Weitere Elemente sind eine Öffnung und Aufwertung des Kirchplatzes, neue Sportangebote wie ein Finn-Pfad und ein Bogenschießplatz, flexible Einteilung der Grundstücke für Gewerbebetriebe und das Abführen des Oberflächenwassers in den Reichenbach. "Große städtebauliche und ökologische Qualität", hatte bereits die Jury dem Entwurf bescheinigt. Mit der Entscheidung vom Dienstag wird das Büro Baldauf zugleich aufgefordert, "nachzubessern". So sieht Dietmar Fetzer beispielsweise das Gewerbe zu dicht an den Sportplätzen: "Hier gehört ein Puffer her."

Erster Schritt wird der Bau des Bauhofs direkt im Anschluss an das Feuerwehrgerätehaus sein. Das 1,8 Millionen Euro teure Vorhaben soll 2015/16 umgesetzt werden.

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