Liebherr-Werk in Ehingen rechnet mit Umsatzzuwachs

Wegen der guten Auftragslage erwartet das Liebherr-Werk in Ehingen in diesem Jahr ein Wachstum. Im vergangenen Jahr war der Umsatz rückläufig.

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Das Liebherr-Werk Ehingen blickt mit Zuversicht ins Jahr. Der Auftragsbestand liegt nach den Worten des kaufmännischen Geschäftsführers Mario Trunzer um 30 Prozent über dem des Vorjahres und lässt darauf hoffen, dass Umsatz und Absatz im Vergleich zu 2011 deutlich steigen. Das Umsatzziel liege bei 1,75 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr hat Liebherr Ehingen nach eigenen Angaben 1162 neue Krane verkauft, das ist ein Plus von 13 Prozent gegenüber 2010. Gleichzeitig ging aber der Umsatz bei den Neugeräten um gut sechs Prozent zurück: Das sei darauf zurückzuführen, dass sich eine Verschiebung weg von den ganz großen Kranen hin zu Vier- bis Sechsachsern vollzogen habe. Bei den Gebrauchtgeräten ergab sich ein Umsatzplus von 28 Prozent, bei den Ersatzteilen wurde ein Umsatzzuwachs von 19 Prozent erreicht.

Unterm Strich schaffte Liebherr Ehingen 2011 einen Umsatz von 1,493 Milliarden Euro, das sind 5,2 Prozent weniger als Jahr zuvor. "Das haben wir erwartet", sagt Trunzer und erklärt den Rückgang auch mit dem Auslaufen des Sonnenschirmprojekts für Medina: 250 Stahlkonstruktionen waren nach Saudi-Arabien geliefert worden. Über ein Projekt in Mekka liefen Gespräche. Ein weiterer großer Abschluss deutet sich an: Die Verhandlungen über den Verkauf des Riesenkrans LR 13 000 sind Trunzer zufolge so weit gediehen, dass mit der Montage eines zweiten Exemplars begonnen worden sei. Der je nach nach Ausrüstung 20 bis 30 Millionen Euro teure Raupenkran kann 3000 Tonnen schwere Lasten heben.

Insgesamt sei für dieses Jahr die Auslieferung von 1400 Einheiten geplant. "Damit sind wir gut ausgelastet", sagt der für die Produktion zuständige Geschäftsführer Hubert Hummel. Den aktuellen Mitarbeiterstand in Ehingen beziffert das Unternehmen auf 2780, 60 mehr als vor einem Jahr. Hinzu kommen zwischen 200 und 300 Leiharbeitnehmer, ein Anteil von acht bis neun Prozent der Belegschaft.

Schwerpunkte der Investitionen in diesem Jahr sind die Arrondierung der Betriebsflächen in Ehingen sowie Verbesserungen der Energieeffizienz der Gebäude und des Maschinenparks. Investiert werden nach Angaben Hummels etwa 30 Millionen Euro nach 19,1 Millionen im vergangenen Jahr.

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