Leitstelle der Rettungsdienste und Feuerwehr wird modernisiert

Die Leitstelle der Rettungsdienste und der Feuerwehr in Ulm bekommt eine neue Technik. Zudem besteht erheblicher Platzmangel. Ein Gutachten soll klären, wie und wo dieser am besten behoben werden kann.

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Der Fachausschuss des Ulmer Gemeinderats hatte bereits zugestimmt. Ebenso der Bereichausschuss des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Am Montag hat der Ausschuss für Umwelt und Technik des Alb-Donau-Kreistags nachgezogen: Dem einstimmigen Beschluss zufolge beteiligt sich der Landkreis mit etwa 530.000 Euro an der neuen Technik für die Integrierte Leitstelle (ILS) in Ulm. Die Kosten werden auf ungefähr 1,82 Millionen Euro geschätzt, die sich die drei Partner teilen: Demnach entfallen auf die Stadt Ulm 36 Prozent, aufs DRK 35 Prozent und auf den Landkreis 29 Prozent. Beim Land ist ein Zuschuss beantragt worden, der nach den Worten von Heiner Scheffold, im Landratsamt zuständiger Dezernent für Brand- und Katastrophenschutz, bis zu 50 Prozent betragen kann.

Die Technik der Leitstelle, eingerichtet in der Hauptfeuerwache an der Karlstraße in Ulm, wurde zuletzt im Jahr 2009 erneuert. Seither ist die Zahl der Rettungsdienst-Einsätze, die in der ILS koordiniert werden, um 30 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es etwa 84.000, hinzu kamen etwa 3200 Feuerwehreinsätze in Ulm und im Alb-Donau-Kreis. Nachdem im Jahr 2014 vermehrt technische Probleme aufgetreten waren, gaben die drei Leitstellen-Partner ein Gutachten in Auftrag. Ergebnisse: Die technische Ausstattung muss möglichst rasch ausgetauscht werden; die Leitstelle braucht 720 Quadratmeter Platz, ihr stehen aber nur 225 zur Verfügung. Teil eins dürfte im zweiten Quartal 2017 über die Bühne gehen, für Teil zwei haben sich die Partner die Zielmarke 2020 gesetzt.

Die neue Technik kann Scheffold zufolge in die jetzige Leitstelle eingebaut und später weiter verwendet werden. Wo, das wird ein Standortgutachten klären. Drei Varianten sollen untersucht werden: Aufstockung des aktuellen Gebäudes in Ulm, Umzug in ein passendes bestehendes Gebäude, Neubau.

Auf Anfrage unserer Zeitung erläuterte der Ulmer Feuerwehrkommandant Hansjörg Prinzing einige Kriterien, die ein Leitstellen-Standort erfüllen muss: Er muss für die Mitarbeiter schnell erreichbar sein, denn in Notfallsituationen müsse das Personal rasch aufgestockt werden. Sämtliche Funkverbindungen - analog, digital, Richtfunk - und Notrufleitungen müssen stabil sein, zumal mehr als 300 Brandmeldeanlagen in Ulm und im Alb-Donau-Kreis mit der Leitstelle verbunden sind. Die Notstromversorgung muss gewährleistet sein. Welcher Standort am idealsten ist, müsse ein unabhängiger Sachverständiger sauber untersuchen, sagte Prinzing: "Wir wollen die beste Lösung."

Rettungs- und Feuerwehr-Praktiker im Innendienst

Zusammenarbeit Die Integrierte Leitstelle (ILS) in Ulm wird seit 2001 gemeinsam von der Stadt Ulm, dem Alb-Donau-Kreis und dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betrieben. Insgesamt etwas mehr als 30 Mitarbeiter des DRK und der Ulmer Feuerwehr, die bei Rettungs- und anderen Einsätzen tätig sind, leisten in der Leitstelle auch Innendienst. Laut Feuerwehrkommandant Hansjörg Prinzing ist die Leitstelle tagsüber mit bis zu fünf Mitarbeitern besetzt. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr, wenn weniger Einsätze gefahren werden, sind zwei Mitarbeiter anwesend. DRK und Stadt kommen für die jeweiligen Personalkosten auf, 30 Prozent des städtischen Teils bezahlt der Alb-Donau-Kreis.

 

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