Lee Mayall und seine Band zeigen im Déli ihre Klasse

Lee Mayall und seine Band rissen ihr Publikum im Laichinger Déli von den Sitzen. Mit Hits der New Pop Szene sowie den zwei Specialguests Gitarristin Yasi Hofer und DSDS-Star Fabio Lentini gabs Überraschungen.

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Lee Mayall (li.) und seine Band rissen ihre Zuhörer mit. Foto: Sabine Graser-Kühnle

Drei Stunden lang musizierten Saxophonist Lee Mayall und seine Band im Café Déli, so dass Saxophon und Gitarrensaiten glühten. Wie immer machte Lee Mayall mit seinem Blechblasinstrument, einerlei ob Alt-, Tenor-, oder Baritonsaxophon, alle gecoverten Songs zu seinen eigenen. Ob souliger Stevie-Wonder-Song oder fetziger Rock"n Roll-Standard, Lee Mayalls Improvisationen und Breaks drückten jedem Song seinen eigenen Stempel auf. Es ist großartig, mit welcher Vitalität der Saxophonist die Lieder interpretiert. Ganz abgesehen davon, dass der Bandleader sein Publikum vollkommen mit hineinnahm in seine Musik: Mal ging er mitten in die Zuhörer, mal lag er wie ein Käfer auf dem Rücken und entlockte seinem Instrument schnarrende, zuckende und doch melodiöse Klänge.

Ansteckend ist diese Musik, und so dauerte es nicht lange, bis Sängerin Sarah Fox die ersten Gäste vor die Bühne lockte. Mal verträumt, dann wieder mit hoch erhobenen wiegenden Armen, ganz im Rhythmusfieber der Musik, tanzten die Zuhörer mit. Sie badeten im Saxophonsound von Lee Mayall. Wohl wurde es einem bei der kraftvollen und gleichzeitig samtig-souligen Stimme von Sänger James Robinson. Die Zuhörer kreischten, wenn Sarah Fox im New-Pop-Hit von Adele "Rolling in the Deep" loslegte.

Bassist Steffen Knauss, in Laichingen als Gründer des Kulturcafé Déli kein Unbekannter, sowie Schlagzeuger Thomas Kretschmann boten Mayall, Robinson und Fox einen sicheren rhythmischen Boden und setzten virtuos und feinfühlig die Akzente. In Soloparts bewiesen beide ihr Können.

Als besonderen Gast hatte sich Lee Mayall am Donnerstag die Yasi Hofer eingeladen. Die 21-jährige Gitarristin aus Ulm verzauberte mit ihrem leidenschaftlichen Spiel. Auch sie bekam manche Soli von Lee Mayall zugeschanzt - aber eigentlich viel zu wenig, um ihr ganzes Können zu erleben. Ein weiterer Überraschungsgast sorgte für Aufsehen: Fabio Lentini, bis vor wenigen Monaten noch Teilnehmer bei "Deutschland sucht den Superstar", performte einige Hits und sorgte mit Songs, wie "Laura non c"é" für Stimmung - insbesondere unter den jüngeren weiblichen Zuhörern. Kurzfristig und ohne vorherige Absprache räumte Mayall der jungen Laichingerin Wencke Maier die Chance ein, seine Bühne als ihr Podium zu nutzen. Sie sang sich, einmal im Duett mit Fabio Lentini, mit kräftiger Stimme in die Herzen des Publikums.

Den Konzertabend beendete Lee Mayall mit seiner Band schließlich mit einem grandiosen dritten Set. Kaum noch ein Gast war im Déli, der nicht vor der Bühne tanzte.

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