Langenaus Bürgermeister Wolfgang Mangold kandidiert nicht mehr

Beinahe 32 Jahren amtiert Wolfgang Mangold als Bürgermeister in Langenau. Eine erneute Kandidatur zur Wahl 2016 hat der 62-jährige nun ausgeschlossen. Er will das Amt der jüngeren Generation überlassen.

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Wolfgang Mangold  Foto: 
„Ich halte das jetzt einfach für den richtigen Zeitpunkt“, sagt Wolfgang Mangold zu seinen Beweggründen. Der 62-jährige Bürgermeister von Langenau hat gestern Abend im Gemeinderat bekannt gegeben, dass er zur Bürgermeisterwahl 2016 nicht mehr antritt. Den Entschluss habe er vor Monaten gefasst und mit seiner Familie abgesprochen. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen.“ Der ein oder andere Freund habe ihn durchaus ermutigt, weiter zu machen. Aber nach bald 32 Jahren an der Spitze der Stadtverwaltung sei es an der Zeit, diese Aufgabe in jüngere Hände zu legen. Seine vierte Amtszeit endet offiziell am 31. März 2016 – fünf Tage vor seinem 63. Geburtstag.

Mit Blick auf seine Nachfolge gab sich Mangold zurückhaltend. „Ich halte mich da komplett heraus.“ Die Bürgerinnen und Bürger bräuchten dazu keine Ratschläge. „Ich hoffe, dass es gute Bewerber für das Amt geben wird.“ Seine anderen Ämter will er künftig weiterführen. Dazu zählt sein Mandat im Kreistag, dem er seit 1984 angehört – mittlerweile als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.

Mangold war zuletzt im Januar 2008 in einem wenig spektakulären Wahlkampf wiedergewählt worden, damals ohne Gegenkandidat und mit 96,1 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang (Wahlbeteiligung 34,3 Prozent). Dass er sich gegen Mitbewerber auch durchsetzen konnte, bewies Mangold bereits während seiner Kandidatur zur Büermeisterwahl in Langenau 1984. Damals waren im ersten Wahlgang neun weitere Kandidaten angetreten. Erst in der Nachwahl und nach vielen Podiumsdiskussionen konnte sich Mangold durchsetzen, etwa gegen Helmut Palmer, Vater des Tübinger Bürgermeisters Boris Palmer oder Wolfgang Frauendorf, später Verwaltungsdirektor am Theater Ulm.

Als möglichen Termin für die Bürgermeisterwahl 2016 schlug die Stadtverwaltung gestern im Gemeinderat den 24. Januar vor, drei Wochen später soll die Neuwahl erfolgen, sofern kein Kandidat im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit erreicht. Die Stelle soll am 2. Oktober im Staatsanzeiger ausgeschrieben werden. Mangold wird zudem den Vorsitz im Wahlausschuss übernehmen.

Ansonsten soll von April 2016 an und nach fast 43 Jahren Arbeit im öffentlichen Dienst – am 1. Juli 1973 begann seine Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst – mehr Zeit für die Familie bleiben.

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