Langenauer Kirchengemeinde baut Aufzug

Für weniger mobile Menschen ist die Treppe im Langenauer Gemeindehaus ein Problem. Ein Aufzug soll das ändern, schon im Januar könnte der Bau beginnen.

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Pfarrer Martin Hauff (links oben), Architekt Paul Horn (rechts oben) und Kirchenpfleger Konrad Schütze auf der Treppe, die für manche Besucher nur schwer zu bewältigen ist.  Foto: 

Ein Aufzug fürs evangelische Gemeindehaus in Langenau: Wenn alles gut geht, könnte es Mitte kommendes Jahres soweit sein. Am Montagabend wurden die Pläne vorgestellt. Pfarrer Dr. Martin Hauff erklärte, dass man sich erst um die neue Orgel hatte kümmern wollen und sich der Bauausschuss nun seit 2015 dem Aufzug widme. „Wir wollen das Gebäude behutsam weiterentwickeln. 1958/59 hat man es mit viel Engagement gebaut, aber da waren Aufzüge noch kein Thema.“ Bei den vielen Seniorennachmittagen und anderen Veranstaltungen müsse man nun aber dafür sorgen, dass jedes Stockwerk auch für Rollstühle, Rollatoren und nicht mehr ganz so mobile Menschen gut zugänglich sei.

Man habe sich aus Kostengründen für eine Sanierung der Außenhülle plus Aufzugsanlage und gegen einen Abriss plus Neubau entschieden – der Neubau wäre drei bis viermal so teuer gekommen. Das freut auch den planenden Architekten Paul Horn von der Architekturwerkstatt Langenau: „Das Gebäude ist in sich stimmig und typisch für die 50er Jahre. Es wäre schade, es abzureißen. Zumal damals viel Geld dafür ausgegeben wurde.”

Treppe ausgetauscht

Es habe drei Varianten für den Aufzug-Bau gegeben: freistehend (wie beim Pfleghof), direkt ans Haus angebaut oder ins Haus integriert. Die letzte Version hat das Rennen gemacht, weil dadurch das Erscheinungsbild des Gemeindehauses erhalten bleibt. Zusätzlich werde das Dach repariert, die Ornamentverglasung auf der Westseite saniert und geprüft, woher die zu hohe Feuchtigkeit verbunden mit Schimmelbildung in der Küche kommt.
Der Eingangsbereich wird ebenerdig angehoben und im ersten Obergeschoss die Treppe ausgetauscht. Die Schiebewand in der Galerie ganz oben wird durch eine feste Wand ersetzt und so ein neuer Raum geschaffen, weil der kleine Jugendraum im Keller wegfällt. Ins Untergeschoss soll das Stuhllager umziehen und eine behindertengerechte Toilette eingebaut werden. Der Seilaufzug wird, vom Haupteingang aus gesehen, in die rechte, vordere Ecke kommen. Die Fassade soll neu verputzt, aber nicht zusätzlich gedämmt werden, da man weitere Schimmelbildung befürchtet.

Da das Gebäude zur Gemeindegrundausstattung gehört, werden Teile der Kosten von 650 000 Euro über Zuschüsse von der Württembergischen Landeskirche (30 Prozent) und dem Kirchenbezirk Ulm (5 Prozent) gedeckt. „Wir wollen den Rest mit so vielen Spenden wie möglich bezahlen, da wir die nächste Generation nicht mehr als nötig belasten wollen. Der aktuelle Spendenstand liegt bei 186 450 von 422 500 Euro. Wir würden uns also noch über Spenden freuen”, sagt  Pfarrer Hauff.

Die Ausschreibungen für elf Gewerke laufen bereits und kommen am 8. Dezember zurück. Wenn dann alles nach Plan läuft, könnte man Mitte Januar mit dem Bau starten.

Internetseite Die Pläne für den Umbau sollen demnächst auch auf der Internetseite der Kirchengemeinde unter der Adresse www.Kirche-Langenau.de veröffentlicht werden, so dass Interessierte darauf zugreifen können. Dort sind auch Informationen zum Spendenstand zu finden.

Ideen Die Kirchengemeinde sei offen für weitere Anregungen zu den Plänen, sagte Pfarrer Dr. Martin Hauff.

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