Langenauer Kirchenchor feiert 70-jähriges Bestehen

Historische Instrumente begleiteten den katholischen Kirchenchor Langenau bei seinem letzten Konzert zum runden Geburtstag.

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Mit vereinter Stimme: Der katholische Kirchenchor Langenau bei seinem Auftritt zum 70-jährigen Bestehen.  Foto: 

Lobgesang mit Psalter und Harfe, Barockposaune, Truhenorgel, Zinken und Gamben: Der katholische Kirchenchor Langenau hatte sich für den Abschluss der Konzertreihe zu seinem 70-jährigen Bestehen die alten Meister der Renaissance und des Frühbarock vorgenommen. Und den Zuhörern schnell klargemacht: Da gibt es einen wahren Schatz an Orchester- und Chormusik zu heben.

Auf dem Programm standen am vergangenen Sonntagabend Werke und Kleinode, die von eher weniger bekannten Komponisten geschaffen wurden und allesamt meist nur selten zu hören sind. Gespielt wurde unter anderem auch auf dem Hackbrett (Psalterium) und der Harfe, welche die Schwestern Elisabeth (Hackbrett) und Johanna Seitz (Harfe) virtuos beherrschten.

Mit feurigem Temperament

Sowohl im Ensemble „Zeitsprung“ als auch im Duo brillierten die aus Wuppertal angereisten und europaweit bekannten Künstlerinnen, die sich völlig ohne Allüren zum Konzert nach Langenau verpflichten ließen. Sie entlockten ihren Saiteninstrumenten tänzerisch-leichte und zarte Töne, aber sie spielten sie auch mit feurigem Temperament und überbordender Lebensfreude, unter anderem in Stücken von Baldano oder Lucas Ruiz de Ribayaz. Überhaupt bot die alte Musik den Instrumentalisten viel Raum für Interpretation und Improvisation.

Der Chor harmonierte bestens mit den teilweise sehr schwer zu spielenden historischen Instrumenten und ließ die Schönheit der Adventslied-Sätze aus dem 16. und 17. Jahrhundert erstrahlen – darunter Werke von Lucas Osiander und Andreas Hammerschmied. Glanzpunkt zum Schluss war ein Magnificat von Samuel Scheidt, bei dem Ulrike Blessing und Florian Heidecker die Solopartien sangen.

Gospel und Mai-Andacht

Die Adventsmusik in der gut gefüllten Kirche „Mater Dolorosa“ schloss den Reigen der Jubiläumskonzerte, mit dem der Chor das Jahr über eine große Bandbreite der Kirchenmusik entfaltet hatte: von der Renaissance über „klassische“ Kirchenlieder zur Mai-Andacht und die Gospelmesse bis hin zur Uraufführung der Messe von Timo Handschuh.

Zu allen Konzerten hatte sich der Langenauer Chor Gäste zum Mitmusizieren eingeladen, diesmal neben Elisabeth und Johanna Seitz das „Barockensemble Zeitsprung“ mit Wolfgang Köhler und Jutta Dedy (Zink), Josef Wagner (Blockflöte), Peter Scheyhing, Bruni Scheyhing und Tobias Rägle (Barockposaune) und Andreas Schulz (Truhenorgel).

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