Langenau: Orchester der Landespolizei begeistert Zuhörer

Das Orchester des Landespolizei gab einen Auftritt in Langenau. Im Mittelpunkt stand die Region Schwaben.

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Stefan Halder (links) mit Patrick Egge.   Foto: 

Einen außergewöhnlichen Konzertabend hatte Moderator Heribert Herbrich angekündigt. Das war nicht zu viel versprochen: Das Landespolizeiorchester riss das Publikum in der Langenauer Stadthalle zu Beifallsstürmen hin. Die Zuhörer wollten kaum glauben, dass der bisweilen mächtige Klang einem vergleichsweise winzigen Orchester mit 29 Musikern zu verdanken war. Aber nicht nur mit Klangfülle, sondern auch mit differenziertem Spiel überzeugten die Musiker unter Leitung von Stefan Halder.

Der hatte sich etwas Besonderes ausgedacht für das Programm, das erstmals öffentlich zu hören war: Fast alle Werke wurden von jungen Komponisten aus Baden-Württemberg geschaffen oder hatten die Region und ihre Landschaft zum Thema. Noch während der Probenarbeit feilten die Schöpfer an ihren Werken, letzte Änderungen an seiner Partitur schickte ein Komponist  per E-Mail, als das Orchester schon auf dem Weg nach Langenau war, wie ein Hornist im Gespräch nach dem Konzert verriet.

Riesenbeifall gab’s schon für das erste Stück, die „Schwaben-Ouverture“ von Patrick Egge. Der 30-jährige Musiker zieht im November mit seiner Frau nach Langenau. Er ist Schüler und Freund von Prof. Stefan Halder, der an der Musikhochschule Trossingen lehrt. Auch der 1988 in Trier geborene Ralph Bernardy hat mit seiner „Albsinfonie“ das Flair der Region eingefangen und fast vergessene schwäbische Volksweisen verarbeitet.

Der 23 Kilometer langen Echaz, die bei Lichtenstein entspringt und bei Kirchentellinsfurt in den Neckar mündet, haben Nikodemus Gollnau und Johannes Mittl ein Werk gewidmet. Etwas aus dem thematischen Rahmen fiel der Auftakt zum zweiten Programmteil, den ein Musikstück aus der Feder des Japaners Taro Hakase eröffnete. Tobias Becker und Johann Matthias Förster erinnerten mit „A Tribute to Roger Cicero“ und „Bilder – Best of Baden-Württemberg“ an große Musiker aus dem Land. Als Zugaben gab’s noch den Schwaben-Baden-Marsch von Patrick Egge und – zumindest historisch als „regional“ vertretbar – den Radetzky-Marsch.

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