Langenau: Burghofstraße sorgte für lebhafte Debatte im Rat

Der Langenauer Gemeinderat hat den Entwurf für eine neugestaltete Burghofstraße genehmigt. Detailfragen blieben allerdings offen.

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Die zwei Platanen an der Einfahrt in die Burghofstraße sollen weichen. Sie werden durch Säulenhainbuchen ersetzt.  Foto: 

Zwei Wochen hatten die Langenauer im Juli Zeit, sich zu den Plänen für eine neugestaltete Burghofstraße zu äußern (wir berichteten). Und davon machten sie Gebrauch: Laut Stadtverwaltung gingen insgesamt acht schriftliche Stellungnahmen ein. Diese haben Gerd Bühler vom Bauamt und Stadtplaner Roland Groß im Gemeinderat vor zwei Dutzend Zuhörern erläutert – und Fragen der Gremiumsmitglieder beantwortet. Die gaben letztlich einstimmig grünes Licht für den Entwurf. Allerdings wurden Detailfragen ausgeklammert.

Parkplätze Sowohl in der Bürger-Anhörung als auch in der Ratssitzung trieb die Parkplatz-Problematik die Langenauer um. Dies auch vor dem Hintergrund der im Bau befindlichen Wörth-Kindertagesstätte. Mehr Plätze als vorgesehen seien wegen der bestehenden Zufahrten nicht realisierbar, sagten Bühler und Groß. Einen Verzicht von Bäumen zugunsten von Parkplätzen lehnt die Verwaltung aus städtebaulichen Gründen ab. Auf gekennzeichneten Flächen darf weiter mit Parkscheibe 90 Minuten geparkt werden. „Eine einheitliche Lösung für die Innenstadt“, sagte Bühler.

Praxis Für eine lebhafte Debatte sorgte der Bereich vor der Arztpraxis in der Burghofstraße 10. Die Verwaltung hatte nach einer Anregung eine Zufahrt für Rettungswagen geplant. Ob die nötig sei, wollte Heinrich Buck (GUL) wissen, der Unterstützung von Fraktionskollege Roland Riedlinger und Cornelia Wiest (FWG) bekam. Buck stellte den Antrag, stattdessen einen zusätzlichen Parkplatz anzulegen – für Krankenwagen oder auch gehbehinderte Leute, die so direkt vor der Praxis aussteigen könnten. Sowohl Bühler als auch Groß merkten an, dass diese Parkbucht mindestens acht bis neun Meter lang sein müsste. Was sich negativ auf die Anzahl der Plätze insgesamt auswirke. Buck zog seinen Antrag zurück, nachdem die Verwaltung zugesagt hatte, die Detailplanung für diesen Bereich zu überprüfen.

Gehweg Ebenfalls kritisch beäugte Buck, dass der Gehweg auf der Nordseite der für Anwohner nicht beitragspflichtigen Burghofstraße teils nur 1,30 Meter breit werde. Ein Problem für Kinderwagen, vor allem wenn an der Straße ein Auto parke. Groß will nun prüfen, ob ein paar Zentimeter gewonnen werden können.

Barrierefreiheit Für Behinderte hatten Bürger Probleme gesehen in der Wölbung der Brücke in die Wörth, die für Rollstuhlfahrer kaum passierbar sei. Es soll laut Bühler geprüft werden, ob beim Ausbau der Stichstraße die Straßenfläche angehoben werden kann. Am Anwesen „Burghofstraße 14“ soll die Kandel möglichst klein gehalten werden, um die Zufahrt mit Rollstuhl zu ermöglichen. Und: Am gleichen Ort soll eine vorhandene Zufahrt als Gehweg ausgebaut werden, um einen Behinderten-Parkplatz realisieren zu können.

Tempo-Limit Was die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Burghofstraße angeht, entschied das Gremium, Tempo 30 beizubehalten. Zumindest bis zu jenem Punkt kurz vor der Einmündung der Stichstraße (etwa auf Höhe der Anwesen 13 und 15), ab dem sich künftig eine verkehrsberuhigte Zone bis zum Burghof anschließen soll.

Entwässerung Mehrere Anwohner hatten sich über eine schlechte bestehende Entwässerung beschwert. Diese und der Ausbau sollen so erfolgen, dass es keine Beeinträchtigungen gibt. Bühler wies darauf hin, dass das Problem in der Fischergasse an der fehlenden Entwässerung des provisorischen Schotterparkplatzes liege.

Material Dass in der Stichstraße Platten verlegt werden sollen, kritisierte Buck. Er wollte wissen, wie viel sich mit Asphalt einsparen lasse. Nicht viel, meint Groß. Zudem erklärte Bühler, dass aufgeraute Betonsteinplatten mit „rutschhemmender Wirkung“ verwendet werden. Die Verwaltung will über das Material dort gesondert abstimmen lassen.

Bäume Die zwei Platanen, die an der Kreuzung mit der Bahnhofstraße stehen, werden gefällt. Weil sie zu groß sind und deren Wurzeln den Gehweg aufbrechen. Die Bäume sollen durch kleinere Säulenhainbuchen ersetzt werden, erklärte Bürgermeister Daniel Salemi, der sich im Übrigen bei den Anwohnern bedankte. Diese hätten „sehr gut mitgearbeitet“, lobte er.

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