Landratsamt Alb-Donau: Rochaden in der Kreisbehörde

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Das Landratsamt Alb-Donau hat umstrukturiert, die gemeinsame Kfz-Zulassungsstelle der Stadt Ulm und des Alb-Donau-Kreises etwa ist einem neuen Fachdienst zugeordnet.  Foto: 

Neue Schwerpunkte in der Kreisverwaltung und der Wechsel zweier Führungskräfte in den Ruhestand haben zu Veränderungen im Landratsamt Alb-Donau geführt. „Jetzt bot sich die Gelegenheit, zu optimieren“, sagt Bernd Weltin, Sprecher der Kreisbehörde. Die Neuordnung  greift rückwirkend zum 1. September, eine weitere Änderung steht zum 1. Oktober an. Es handele sich, sagt Weltin, um eine reine Umstrukturierung, es seien keine Stellen gestrichen worden.

Betroffen vom Umbau sind zwei Dezernate, deren Leiter ebenfalls wechseln. Der stellvertretende Landrat Markus Möller stand bislang dem Dezernat „Kreisentwicklung, Bauen, Land- und Forstwirtschaft“ vor und leitet nun das Dezernat „Sicherheit, Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz“, das zudem um den Aspekt Verkehr ergänzt wurde. Der Erste Landesbeamte ist Jurist und gilt als Verkehrsexperte, insbesondere in Sachen ÖPNV. Bevor er zum Jahresbeginn zur Kreisbehörde wechselte, war Möller im baden-württembergischen Verkehrsministerium für den Nahverkehr zuständig.

Die Verschiebung der Fachdienste und Zuständigkeiten sei auch mit Blick auf die Kompetenzen der neuen Dezernatsleiter erfolgt, sagt Sprecher Weltin. Und als Heiner Scheffold vor bald einem Jahr das Amt des Landrats von seinem Vorgänger Heinz Seiffert übernommen hat, vertiefte er sich auch in die Organisation der Behörde und überlegte, wie sich Aufgabenbereiche neu strukturieren lassen.

Der zusätzliche Aspekt Verkehr für Möllers Dezernat schlägt sich im neuen Fachdienst „Verkehr und Mobilität“ nieder, der aus dem Dienst „Ordnung und Verkehr“ hervorgeht, künftig etwa für Kfz-Zulassungsstelle zuständig. Laut Weltin bündelt die Behörde hier „kommunale und staatliche Dienstleistungen“ und reagiert so auch auf eine aufwändigere Nahverkehrsplanung, etwa für das geplante regionale S-Bahn-Netz und die EU-weiten Ausschreibungen für Buslinien. Hier sei in den vergangenen Monaten enorm viel Arbeit angefallen, sagt Weltin. Bislang kümmerte sich Hans-Dieter-Junger um das Thema, Leiter im früheren Fachdienst „Ordnung und Verkehr“. Er war seit 1988 im Haus und ist nun im Ruhestand.

Aus Jungers Fachdienst geht zudem der neue Dienst „Sicherheit, Ordnung und Rechtsdienst“ hervor. Der Rechtsdienst war bislang eigentlich über eine Stabsstelle direkt beim Landrat angesiedelt. Laut Weltin kümmert sich nun der Fachbereich um sämtliche Rechtsfragen der Kreisbehörde. „Viele Aufgabenbereiche sind rechtlich komplexer geworden. Deshalb haben wir die Rechtskompetenz gestärkt“, kommentiert Landrat Heiner Scheffold die Veränderung.

Das Dezernat „Kreisentwicklung, Bauen, Land- und Forstwirtschaft“ wurde um den Aspekt Boden ergänzt und wird künftig von Stefan Tluczykont geleitet. Der Landesbedienstete hatte sich in einem Auswahlverfahren beim Land als bester Bewerber durchgesetzt und löst nun den langjährigen Dezernenten Dietmar Jassner ab, der seit 1989 im Haus arbeitete und nun in den Ruhestand gewechselt ist.

Tluczykonts Dezernat bekommt damit die Fachdienste Vermessung und Flurneuordnung hinzu, die bislang im Dezernat „Sicherheit, Verkehr, Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz“ angesiedelt waren. Aus Sicht der Kreisbehörde fügen sich die beiden Fachdienste im Dezernat für Kreisentwicklung & Co sinnvoller ein als in der bisherigen Organisationsform. Tluczykont hatte bislang die Leitung des Fachdiensts Forst und Naturschutz inne, die nun sein früheren Stellvertreter, Thomas Herrmann, übernommen hat.

Und nicht zuletzt übernimmt zum 1. Oktober Sabine Blessing die Leitung des Fachdiensts „Soziale Dienste, Familienhilfe“ von Gert Kirchmaier.

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